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		<title>Kulturjournal-Online: Themen</title>
		<link>http://www.kulturjournal-online.de/</link>
		<description>Die aktuellsten Themen</description>
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			<title>Kulturjournal-Online: Themen</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 17 Feb 2012 17:09:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Reisen mit William Turner</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/reisen-mit-william-turner.html</link>
			<description>Ausstellung im Kunsthaus Apolda</description>
			<content:encoded><![CDATA[Joseph Mallord William Turner war nicht nur der Vorzeigemaler Englands in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sondern er zählte schon zu Lebzeiten zu den bedeutendsten Meistern europäischer Landschaftsmalerei. Wegen seiner außerordentlichen Begabung als Zeichner wurde der 1775 in London geborene Sohn eines Barbiers bereits im Alter von 14 Jahren in die Kunstschule der ehrwürdigen Royal Academy aufgenommen, die den shooting star 1799 zu ihrem Associate Member und drei Jahre später zum Vollmitglied der Royal Academy ernannte – für einen erst 27-Jährigen eine noch nie zuvor erfolgte Nobilitierung. 
Obwohl Traditionalist hatte sich der junge Turner den täglichen Kampf gegen Manier und Eintönigkeit aufs Banner geschrieben. Ihn interessierten vor allem die künstlerische Gestaltung atmosphärischer Effekte und elementarer Naturerscheinungen sowie die adäquate zeichnerische beziehungsweise malerische Wiedergabe der in der wechselnden Wirkung von Licht, Luft und Weite erscheinenden Umwelt. Im Moment ihres Auftauchens hielt er in Skizzenbüchern Naturschauspiele fest, um sie im Atelier mit Öloder Aquarellfarben auf Leinwand oder auf Karton bannen zu können – Momentaufnahmen für sein aristokratisches Publikum, das ihm seine Lichtspiele und Farbgewitter wegen ihrer Neuartigkeit aus den Fingern riss. 
1807 veröffentlichte der frischgebackene Professor für Perspektive die erste Lieferung seines unübertrefflichen Mappenwerks mit dem Titel „Liber Studiorum“, ein Lehr- und Studienbuch in Form von malerisch ausgeführten Mezzotintoradierungen, mit denen er seine neuartige Landschaftsauffassung und deren Gestaltungsmöglichkeiten demonstrieren und propagieren konnte. Bis 1819 veröffentlichte er insgesamt 71 Mezzotintoradierungen für sein „Liber Studiorum“, das damit den künstlerischen Ertrag seiner zahlreichen Reisen in Großbritannien, in Frankreich, in Italien, in der Schweiz und vor allem auch in Deutschland enthält. Mit dem „Liber Studiorum“, das im Zentrum der Ausstellung steht, gelang dem Maler und Zeichner William Turner ein Hauptwerk aus dem Geist echter englischer und europäischer Romantik, dessen Faszination sich auch heutige Betrachter kaum entziehen können. _
Reisen mit William Turner<br />bis 9. April 2012
<br />Kunsthaus Apolda Avantgarde<br />Bahnhofstraße 42 | 99510 Apolda
<br />Di – So 10.00-18.00 Uhr<br />Mo nach telefonischer Vereinbarung unter 03644.515364
<br />www.kunsthausapolda.de]]></content:encoded>
			<category>Apolda</category>
			<category>Austellungen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 17:09:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Premiere für Händels &quot;Alcina&quot;</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/premiere-fuer-haendels-alcina.html</link>
			<description>Verführerisch-gefährliche Welt der Phantasie - Premiere für Händels &quot;Alcina&quot; am 18. Februar 2012 im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoPlainText">Nach mehreren erfolgreichen Barockopern-Produktionen im e-werk bringt das Deutsche Nationaltheater Weimar mit Georg Friedrich Händels &quot;Alcina&quot; erstmals seit über 30 Jahren auch im großen Haus wieder ein Werk dieser Epoche auf die Bühne. Premiere der Inszenierung von Corinna von Rad, die in Weimar bereits Richard Ayres' Kinderoper &quot;Die Grille&quot; und Shakespeares &quot;Sturm&quot; inszeniert hat, ist am Samstag, 18. Februar 2012, um 19 Uhr. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Barockspezialisten Lorenzo Ghirlanda, der im Bereich der Alten Musik als Interpret, Forscher, Produzent und Dirigent tätig ist.</p>
<p class="MsoPlainText">Die Vorlage für Händels 1735 uraufgeführte Oper lieferte eine Geschichte aus Ludovico Ariosts &quot;Orlando furioso&quot;. Kunstvoll sind in diesem phantastisch-märchenhaften Versepos verschiedene Handlungsfäden miteinander verflochten, in denen die Helden immer wieder in allegorische Situationen und Orte voller Magie und Zauber geraten. So auch der Ritter Ruggiero, der den magischen Künsten von Alcina erlegen ist und von ihr auf einer fernab jeder Zivilisation gelegenen Insel als Liebhaber festgehalten wird. Um ihren Verlobten aus dem Bann der&nbsp; faszinierend-undurchschaubaren Zauberin zu befreien, begibt sich Bradamante als Mann verkleidet in Alcinas Reich: eine verführerische&nbsp; Bilder-, Traum- und Allegorienwelt, in der kompromissloses Begehren und ultimativer Phantasie herrschen. Wie in einer Art Labor sind in diesem Elysium Regeln, Konventionen und Zwänge außer Kraft gesetzt, so dass Männer und Frauen Anziehung, Eros, Liebe und Obsession in allen Facetten uneingeschränkt ausleben können. Eine zweifellos gefährliche Situation, die ihren Preis hat.</p>
<p class="MsoPlainText"> Weitere Vorstellungen: 23.2., 3., 16. und 30.3., 15.4., 24.5., 2.6.2012</p>
<p class="MsoPlainText">Deutsches Nationaltheater Weimar | Theaterplatz 2</p>
<p class="MsoPlainText"> </p>
<p class="MsoPlainText"><link http://www.nationaltheater-weimar.de/>www.nationaltheater-weimar.de</link></p>]]></content:encoded>
			<category>Weimar</category>
			<category>Theater</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 16:51:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Von Renoir bis Picasso</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/von-renoir-bis-picasso.html</link>
			<description>Kunstsammlung Jena zeigt Werke der École de Paris</description>
			<content:encoded><![CDATA[Sie gehören heute zu den weltweit am meisten bewunderten Kunstwerken in öffentlichen und privaten Sammlungen: die Gemälde der Künstler der École de Paris. Unzählige Reproduktionen haben viele dieser Bilder und deren Formensprache so fest in unserem Gedächtnis verankert, dass diese als wichtiger Teil des kulturellen Erbes von vielen geschätzt und geachtet werden. 
In den Jahrzehnten vor und nach 1900 war Paris die Welthauptstadt der Kunst. Bildende Künstler aus zahlreichen Ländern versammelten sich hier und entwickelten, zusammen mit den französischen Malern, vom Impressionismus bis zur abstrakten Malerei, die wesentlichen künstlerischen Richtungen der Moderne. Im Unterschied zu anderen Schulen beschreibt die École de Paris weder eine einheitliche Stilrichtung noch eine programmatisch miteinander verbundene Künstlergemeinde. Sie beschreibt die Gesamtheit der zu dieser Zeit in Paris arbeitenden Künstler. 
In diesem Schmelztiegel der Nationen revolutionierte man mit hellen, leuchtenden Farben und kurzen Pinselstrichen die Kunst und schockierte oftmals das Publikum. Mensch und Landschaft galten nicht mehr als gottgegebenes Maß aller Dinge und an die Stelle der austemperierten Komposition trat das vom Künstler gewählte Motiv. Die Maler suchten nach den Ursachen des Sehens, nach einer neuen Form des Sehens im Licht, in dem sich alles aus Teilen fügt und die persönliche Erregung des Künstlers die Form bestimmt. 
Die Sammlung des Musée du Petit Palais in Genf ermöglicht wie kaum eine andere europäische Sammlung einen umfassenden Überblick über Vielfalt und Reichtum des künstlerischen Schaffens vom Impressionismus bis zur École de Paris. Die für diese Ausstellung getroffene Auswahl versucht die legendären Jahre der Künstlerbezirke Montmartre und Montparnasse abzubilden. _
<br />Von Renoir bis Picasso<br />Künstler der École des Paris<br />Werke aus der Sammlung des Petit Palais, Genf
<br />Städtische Museen Jena, Kunstsammlung, Markt 7<br />07743 Jena
<br />Führungen nach Anmeldung unter Tel. 03641.498261<br />Di, Mi, Fr 10.00 – 17.00 Uhr<br />Do 14.00 – 22.00 Uhr<br />Sa und So 11.00 – 18.00 Uhr]]></content:encoded>
			<category>Austellungen</category>
			<category>Jena</category>
			<category>Austellungen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 16:38:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„A tribute to Peter Trunk“</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/a-tribute-to-peter-trunk.html</link>
			<description>Der Hochschulprofessor Manfred Bründl spielt mit seiner Gruppe „Silent Bass“ im Rahmen der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Der Wiederentdeckung der musikalischen Welt Peter Trunks hat sich Hochschulprofessor Manfred Bründl auf seiner neu erschienenen CD verschrieben: Stücke aus dem Album „Tip of the Tongue“ spielt der Bassist gemeinsam mit Hugo Read (Altsaxofon), Rainer Böhm (Klavier) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) im Rahmen der Jazzmeile Thüringen am <b>Mittwoch, 23. November 2011 um 21:00 Uhr im Kasseturm in Weimar</b>. Bründl, der am Institut für Jazz der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar das Fach Jazz-Kontrabass und Jazz E-Bass lehrt, integriert Fragmente von Originalthemen und Improvisationen Trunks in sein eigenes musikalisches Schaffen, die dort eine Symbiose mit freien Gedankenbildern eingehen. Karten gibt es an der Abendkasse. </p>
<p class="MsoNormal">Das Programm der Gruppe „Silent Bass“ ist als „A tribute to Peter Trunk“ überschrieben: Der Bassist <b>Peter Trunk</b> war von den späten 1950er Jahren bis zu seinem tödlichen Unfall – er starb bei einem Autounfall in der Silvesternacht 1973 – einer der tonangebenden jungen Musiker in der internationalen Jazzszene. Manfred Bründl recherchierte in Archiven, traf Kollegen und Zeitzeugen und entwickelte im Laufe der Recherche seine eigene musikalische Sicht auf den Musiker: „An Peter Trunk fasziniert mich unter anderem seine Offenheit verbunden mit kindlicher Neugier an allem Neuen, seine instrumental-technische Präzision, die nuancenreiche Klangkultur, seine unendlich filigrane Artikulation und Phrasierung und sein druckvolles und energetisches Spiel.“</p>
<p class="MsoNormal"><b>Manfred&nbsp; Bründl</b> (bass): Konzerte/Aufnahmen u.a. mit Tomasz Stanko, Barry Altschul, Albert Mangelsdorff, Norma Winstone, Leo Wright, Charlie Mariano, Herb Ellis, Wayne Krantz, Terumasa Hino, Martial Solal. Auftritte bei internationalen Festivals u.a. in Frankfurt, Köln, Toronto, Montreal, Neu Dehli, Bombay, Islamabad, Mexico City, Havanna. Tourneen für das Deutsche Goethe-Institut nach Afrika, Südostasien, Türkei, Süd- und Mittelamerika, Kanada, Mexiko, Kuba.</p>
<p class="MsoNormal">In Heft 6/2011 des Kulturjournal Mittelthüringen erscheint am 1. Dezember ein ausführlicher Artikel über Manfred Bründl.</p>]]></content:encoded>
			<category>Themen</category>
			<category>Portrait</category>
			<category>Weimar</category>
			<category>Festival</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 14:20:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>1. Platz für Alte Synagoge in Erfurt</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/1-platz-fuer-alte-synagoge-in-erfurt.html</link>
			<description>Britische Vereinigung der Reisejournalisten kürt das Museum zum besten europäischen Tourismus...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Alte Synagoge in Erfurt wurde am 6. November 2011 in London bei einem Galadinner von der Britischen Vereinigung der Reisejournalisten zum besten europäischen Tourismusprojekt gekürt. Bereits über die Nominierung für das Finale war die Freude bei Thüringens Tourismuschefin Bärbel Grönegres groß. „In der Begründung der Jury wurde vor allem die Einzigartigkeit des jüdischen Ensembles inmitten von Deutschland hervorgehoben. Dazu faszinierte die Geschichte des über Jahrhunderte vergessenen Gebäudes und des Erfurter Schatzes.“, so Grönegres weiter. Bei Ines Beese, Leiterin der Alte Synagoge Erfurt war die Freude auch riesengroß. „Das ist eine große Ehre für uns und zugleich Ansporn. Es zeigt vor allem auch, dass die gute Kooperation zwischen Alter Synagoge, der Erfurt Tourismus &amp; Marketing GmbH sowie der Thüringer Tourismus GmbH bei der Marketingarbeit für das Museum erfolgreich ist.“. Als große Chance, die Alte Synagoge und die Stadt Erfurt noch bekannter zu machen, sieht es auch die Geschäftsführerin der Erfurt Tourismus &amp; Marketing GmbH, Dr. Carmen Hildebrandt. „Noch dazu wird uns das auch für die Bewerbung zum UNESCO Weltkulturerbe sehr nützlich sein.“, sagte Hildebrandt weiter.
Eingereicht wurde die Bewerbung beim Award der „British Guild of Travel Writers“ durch den britischen Journalist Paul Wade, der im Dezember 2010 auf Einladung der Thüringer Tourismus GmbH in Erfurt war. Der British Guild of Travel Writers gehören 270 Redakteure, Fotografen, Radio- und Fernsehmacher an. Jedes Jahr werden innovative Tourismusprojekte von den Mitgliedern für den Award vorgeschlagen, die dann in einer Präsentation der Jury vorgestellt werden. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten das Reinhold Messner Museum in den Dolomiten sowie ein neues Kunstmuseum in Rom.
Die Alte Synagoge in Erfurt ist mit ihren Originalbauteilen aus dem 11. Jahrhundert die älteste bis zum Dach erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. 2009 wurde das Museum eröffnet, das neben der Dokumentation zur Nutzungs- und Baugeschichte auch mittelalterliche Handschriften als Faksimile sowie den beeindruckenden Erfurter Schatz zeigt.]]></content:encoded>
			<category>Themen</category>
			<category>Portrait</category>
			<category>Erfurt</category>
			<category>Zeitgeschichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 10:38:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Exponats des Monats</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/exponats-des-monats.html</link>
			<description>Daniel und seine Gefährten vor König Nebukadnezar - Brüsseler Tapisserie, um 1560.
Exponat des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Im vergangenen Jahre zeigte das Arnstädter Schlossmuseum im Rahmen einer&nbsp; Sonderausstellung flämische Tapisserien aus dem Besitz Graf Günthers XLI. von Schwarzburg, die 1560 für das Residenzschloss Neideck aus Anlass der Prunkhochzeit mit der Gräfin Katharina von Nassau angekauft wurden. Neben den „Arnstädter Affenteppichen“ und einer Serie von Bildteppichen zum Leben des Apostels Paulus sind hierbei auch mehrere Wandbehänge mit alttestamentlichen Szenen vertreten, so beispielsweise „Daniel und seine Gefährten vor König Nebukadnezar“. Die thematisch vorangehende Tapisserie „Nebukadnezar führt das jüdische Volk in Gefangenschaft“ war hierbei bereits Gegenstand der Erörterungen zu einem „Exponat des Monats“ im Schlossmuseum Arnstadt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">&nbsp;Im Jahre 597 v. Chr. führte der babylonische König Nebukadnezar II. nach der Eroberung Jerusalems in einer ersten Welle zunächst König Jojachin mit der Oberschicht des jüdischen Volkes nach Babylon. Auf seinen Befehl wurden einige Jünglinge dieser Oberschicht ausgewählt, die am königlichen Hof eine Ausbildung erhalten sollten. Später, nach den auf unserer Tapisserie dargestellten Ereignissen, eroberte Nebukadnezar II. erneut Jerusalem, zerstörte Stadt und Tempel und führte wieder große Teile der Bevölkerung fort.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">&nbsp;Einer der zur königlichen Ausbildung vorgesehenen Jünglinge, nämlich Daniel, war einer der vier großen Propheten des Alten Testaments.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">&nbsp;Auf dem Arnstädter Daniel-Teppich sieht man vorn links, am Baum stehend, König Nebukadnezar, in der Mitte Daniel und seine Gefährten Hananja, Misael und Asarja, die dem König vorgeführt werden. Während Daniel und seine Gefährten antikisierende Gewänder tragen, sieht man den bärtigen König als römischen Feldherren mit einer roten Lorica, einem blauen Umhang sowie Krone und Zepter als Insignien seiner Herrschermacht.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Rechts der oberste Kämmerer Nebukadnezars, Aspenas, eher der orientalische Typ mit Turban und Schwert, ganz links, z. T. abgeschnitten, der Diener und Aufseher Melzar. Im Hintergrund sind offene Palasthallen dargestellt, und zwar links die Tafel des Königs, rechts die Tafel der vier Knaben. Bei der kauernden Gestalt in der rechten Loggia dürfte es sich um Daniel, vielleicht in einer Abwehrhaltung dargestellt, handeln. Diener, unter ihnen wieder der mit einem Schwert gegürtete Aspenas erkennbar, tragen ihnen von des Königs Speise und Trank zu. </p>
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Daniel folgte in dieser Szene den Speisegesetzen seines Volkes – er wollte sich mit „des Königs Speise und seinem Wein nicht unrein machen“ – und erreichte bei dem Aufseher des ihm wohlgesonnen Aspenas, dem Diener Melzar, ihm zehn Tage lang lediglich Gemüse und Wasser zu servieren. Der Verfasser des Buches Daniel bietet mithin einen Ausschnitt aus dem Leben eines jüdischen Emigranten, der treu dem Gesetz lebt und die Gegner des Judentums überwindet. Als Gegenleistung verlieh ihm Gott die Gabe des Verständnisses&nbsp; von „Gesichten“ und „Träumen jeder Art“. Bei der danach anstehenden Prüfung durch Nebukadnezar zeigten sich Daniel und seine Gefährten denn auch „zehnmal klüger und verständiger als alle Zeichendeuter und Weisen im Reich“, erhielten einen Beraterstatus, wobei Daniel direkt in den königlichen Dienst übernommen und Nebukadnezars Zeichen- und Traumdeuter wurde.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">&nbsp;Insgesamt dreht es sich bei den zwei zu betrachtenden Tapisserien mit Szenen aus der babylonischen Gefangenschaft des jüdischen Volkes offensichtlich um den Rest einer ganzen Nebukadnezarserie. Dies ist um so bemerkenswerter, als Tapisserien des 16. Jahrhunderts, die Episoden der Geschichte Nebukadnezars darstellen, nur in wenigen Fällen überliefert sind, und es sich bei den hier vorgestellten Exponaten mit großer Wahrscheinlichkeit um Unikate handelt. </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Beide Bildteppiche sind zurzeit innerhalb der Öffnungszeiten des Arnstädter Schlossmuseums von Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 16.30 Uhr zu besichtigen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">(Text: Matthias Klein)</p>]]></content:encoded>
			<category>Austellungen</category>
			<category>Arnstadt</category>
			<category>Austellungen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 15:26:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Wege des Findens“</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/wege-des-findens.html</link>
			<description>Ausstellung in den Stadtwerken Arnstadt</description>
			<content:encoded><![CDATA[&quot;Wege des Findens&quot; - unter diesem Thema sind Arbeiten des Arnstädter Autodidakten Klaus-Jochen Wahl in der Zeit vom 18. November 2011 bis zum 18. März 2012 &nbsp;in den Stadtwerken Arnstadt GmbH zu sehen. 
Mit dieser Präsentation werden Wege des künstlerischen Suchens und Findens in ihrer Vielfalt gezeigt, die für die Entwicklung vieler Autodidakten sprechen. Es ist die Suche nach der eigenen künstlerischen Handschrift, das Finden und Umsetzen von Ideen mit verschiedensten Techniken, von der Bleistiftzeichnung bis zum Spiel mit Acrylfarben, in einer thematischen Bandbreite von landschaftlichen Stimmungen, Stadtmotiven, Stillleben, Porträtzeichnungen bis hin zu Cartoon-Serien. 
Die Vernissage findet am 18. November 2011, um 15:00 Uhr, in den Stadtwerken Arnstadt, Elxlebener Weg 8, statt.]]></content:encoded>
			<category>Austellungen</category>
			<category>Arnstadt</category>
			<category>Austellungen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 16:23:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Daumen drücken für die Alin Coen Band</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/daumen-druecken-fuer-die-alin-coen-band.html</link>
			<description>Am 29. September vertritt die Alin Coen Band unser Land Thüringen beim BundesVisionSongContest von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Entspannt sitzen Alin, Fabian, Philipp und Jan von der Alin Coen Band auf dem Hof vor ihrem Probenraum – und das, obwohl es am Nachmittag direkt los geht nach Köln zum BundesVisionSongContest 2011. Dort treten sie für Thüringen an, ihrer Heimat, da Weimar, wie sie selbst meinen, die Geburtsstadt der Band ist. Hier haben sich die vier Musiker getroffen und im Jahr 2007 angefangen, gemeinsam Musik zu machen. Die Frontfrau Alin war gekommen, um Umweltschutztechnik zu studieren, doch die Musik wurde ihr im Laufe der Zeit immer wichtiger. 2008 durften die vier am „Popcamp“ des Deutschen Musikrats teilnehmen. Nun sind sie schon weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für ihre ruhige feinfühlige Musik, die sie selbst als „Wohnzimmer-like“ bezeichnen. Die intelligenten Texte auf Deutsch und Englisch stammen aus der Feder von Alin. In den Texten über Hoffnung und Scheitern, Lieben und Loslassen, finden sich viele Menschen wieder. Auch wenn sie sehr persönlich klingen, sind sie es oft nicht. „Ich lasse mich natürlich beeinflussen von den Menschen, mit denen ich mich unterhalte. Es sind also nicht eins zu eins Geschichten von mir. Aber ich lasse da normalerweise auch der Geschichte den Vorrang, denn die ist mir wichtiger als die Realität.“<br />Die Musik schreibt die Band zusammen. Nach ihrem Debütalbum „Wer bist du?“, das im August 2010 erschien, legten sie nun im September mit ihrer neuen EP „Einer will immer mehr“ nach. Fabian, der Schlagzeuger, meint dazu: „Ich glaube die hat schon ein bisschen mehr so einen Live-Touch. Das Album war ja sehr sehr ruhig und eher „Wohnzimmer-like“. Die neue EP hört sich ein bisschen elektronischer an, sie hat mehr „Schmackes“.“ Woraufhin Alin sagt, sie wäre „ein bisschen live, nur ohne falsche Töne“. <br />Der Song, mit dem sie beim BundesVisionSongContest antreten, ist aber von ihrem vorherigen Album. Ein festes Ziel hätten sie sich für den Wettbewerb nicht gesetzt. Alin: „Es ist kein Wettbewerb, wo irgendeine Leistung gemessen wird. Es heißt zwar „Songcontest“, es geht aber nicht darum, wer tatsächlich den beliebtesten Song dabei hat, sondern darum, wer am meisten Fans schon von vornherein hat und wer seine Fans auch mobilisieren kann. Es gibt auf jeden Fall nicht einen Platz, den wir als Ziel haben. Aber, dass wir da schon mitmachen, hat ja auch das Ziel viele Leute zu erreichen und ich glaube, das wird dadurch stattfinden. Ich meine, da gucken an die 3 Millionen Leute zu und es ist toll, wenn dann welche dabei sind, die das mögen.“ Auf ihre Konkurrenz hätten sie sich nicht direkt vorbereitet, auch wenn sie sich ihre Beiträge angehört haben. Persönlich fänden sie die anderen Musiker sympathisch, musikalisch gesehen gehen die Meinungen etwas auseinander. Aufregung vor dem Auftritt wäre noch nicht da. „Für mich ist es wie zum Zahnarzt fahren, so als Zahnarzthelfer“, meint Jan (Gitarre), während Philipp (Bass) äußert, für ihn fühle es sich an wie eine Klassenfahrt nach Amsterdam.<br />Sie sind glücklich darüber, für Thüringen antreten zu können, ihrer Bandheimat. Auch Konzerte wären hier etwas Besonderes für sie, da immer die eigene „Fankurve“ dabei wäre, die auch mal ein kritischeres Feedback zurückgäbe. „Man hat dann manchmal schon einen Kloß im Hals mit Rotkraut“, meint Jan dazu. Humorvoll und bodenständig ist die Band sicherlich geblieben. Auch wenn es ein langer Weg war, bis die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt werden konnte. Alin: „Es gehört natürlich auch ein Haufen Disziplin dazu, wenn man möchte, dass man davon leben kann. Wir haben am Anfang so viel reingebuttert auch dafür, Konzertauftritte an Land zu schaffen. Okay, jetzt haben wir eine Booking-Agentur, die das übernimmt. Aber am Anfang musste man den Veranstaltern echt ewig in den Ohren hängen und sagen: „Doch doch, da kommen auch Leute.“ Da war ganz viel Überzeugungsarbeit zu leisten.“<br />Das wichtigste sei aber natürlich, dass man selbst von der Musik überzeugt ist, die man produziert. „Auch wenn es geschwollen klingt, hört sich die Band, wie ich finde, als ganzes Instrument an, nicht wie vier separate Leute“, meint Jan dazu.<br />Konkrete Pläne für die Zukunft haben sie nicht. Sie wollen sich einfach gemeinsam weiterentwickeln. Der nächste Schritt dazu wird das neue Album sein, auf das man sich im nächsten Jahr freuen kann.]]></content:encoded>
			<category>Portrait</category>
			<category>Weimar</category>
			<category>Design</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 10:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Flaschenpost aus dem 20. Jahrhundert</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/flaschenpost-aus-dem-20-jahrhundert.html</link>
			<description>Das Festival MelosLogos feiert im Oktober sein zehnjähriges Bestehen</description>
			<content:encoded><![CDATA[Vor einer Dekade haben die Pianistin Liese Klahn-Albrecht, Wolfgang Haak vom Musikgymnasium Belvedere und der Präsident der Klassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, die Idee zu MelosLogos entwickelt. Seitdem stehen die Poetischen Liedertage in Weimar unter der künstlerischen Leitung von Liese Klahn-Albrecht für außergewöhnliche Programme auf der Grenze von Sprache und Mwerden diese an besonderen Orten und von herausgragenden Künstlern gestaltet. In den vergangenen Jahren waren dues u.a. Juliane Banse, Anja silja, Dietrich Fischer-Dieskau, András Schiff, Bruno Ganz, das Artemis-Quartett und Alfred Brendel.
Unter dem Titel &quot;Flaschenpost aus dem 20. Jahrhundert&quot; findet in diesem Herbst vom 28. bis zum 30. Oktober die zehnte Ausgabe von MelosLogos statt. Erneut ist Bruno Ganz zu Gast, aber auch der Schauspieler Jens Harzer hat sein Kommen zugesagt. Den programmatischen Rahmen der fünf Veranstaltungen von MeloLogos 10 gibt Paul Celan vor, der 1958 in seiner Ansprache zum Bremer Literaturpreis einen Gedanken von Ossip Mandelstam aufgreift. &quot;Das Gedicht&quot;, so Celands Adaption, &quot;kann eine Flaschenpost sein, aufgegeben in dem glauben, sie könnte irgendwo und irgendwann an Land gespült werden, an Herzland vielleicht. Gedichte sind auch in dieser Weise unterwegs: Sie halten auf etwas zu.&quot;
Den Auftakt bildet am Freitag, 28. Oktober, um 20 Uhr Arnold Schönbergs Komposition &quot;Buch der hängenden Gärten&quot; im Neuen Museum Weimar - eine Vertonung von fünfzehn Gedichten aus der gleichnamigen Sammlung von Stefan George. Für Schönberg selbst erlangte diese Komposition aus den Jahren 1908/09 eine zentrale Bedeutung, da es ihm zum ersten Mal gelang seinem Ausdrucks- und Formideal nahezukommen. Neben der Sopranistin Ania Vegry und Liese Klahn-Albrecht am Klavier wird der Abend von dem Schauspieler Jens Harzer gestaltet, der sämtliche Gedichte des Zyklus lesen wird.
Am Samstag, 29. Oktober, findt bereits am Morgen um 9.30 Uhr die traditionelle Exkursion statt, die in diesem Jahr durch das Ilmtal zur Kirche &quot;Unserer lieben Frauen&quot; in Buchfart führt. Dort findet um 11 Uhr eine Lesung unter dem Motto &quot;Gespräch im Gebirg&quot; - Büchner, Lenz und Paul Celan - mit Bruno Ganz und Jens Harzer statt. Das &quot;Gespräch im Gebirg&quot; ist die einzige von Paul Celan veröffentlichte Erzählung.
Die beiden rund sechs Meter hohen, aus Travertin gemauerten Tonnengewölbe des Eiskellers unter der Humboldtstraße sind am selben Tag um 17 Uhr der Schauplatz für die Veranstaltung &quot;Flaschenpost und Herzland&quot;, die der Beziehung zwischen Ossip Mandelstam und Paul Celan gewidmet ist. Celan begegnet dem russisch-jüdischen Dichter Ossip Mandelstam im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit der russischen Literatur der Moderne. Mandelstam wird für Celan schnell von existenzieller, nicht nur ästhetischer Bedeututng für seine anspruchsvollen Übersetzungsprojekte. Es lesen wiederum Bruno Ganz und Jens Harzer. Christoph Muthspiel wird auf der Posaune improvisieren.
Der Komponist, Posaunist, Pianist und Dirigent Christian Muthspiel ist es auch, der sich am Sastagabend um 20 Uhr in der Tonne, dem Kellergewölbe des Stadtschlosses, mit 30 Gedichten von Ernst Jandl auseinandersetzt. Unter dem Titel &quot;für und mit ernst&quot; werden Jandls Gedichte zu hören sein und in einen Dialog mit vielfältigem akustischen und elektronischen Instrumentarium treten. Die Zuschauer erwartet eine klingende Reise druch den Kosmos Jandl.
Mit Oliver Messiaens Klavierzyklus &quot;Vingt regards sur lénfant Jésus&quot; - gespielt von Roger Muraro - findet MelosLogos 10 am Sonntag, 30. Oktober, um 11 Uhr schließlich seinen krönenden Abschluss im Saal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere.
<link http://www.klassik-stiftung.de>www.klassik-stiftung.de</link>
Karten zwischen 95€ und 240€ p.P.]]></content:encoded>
			<category>Festival</category>
			<category>Weimar</category>
			<category>Festival</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 10:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Spätsommerliche Wanderung auf Knöpfers Spuren</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/spaetsommerliche-wanderung-auf-knoepfers-spuren.html</link>
			<description>Im  Rahmen der Sonderstadtführungen 2011 und des Festjahres zu Ehren Otto  Knöpfers gibt es an...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%">Im  Rahmen der Sonderstadtführungen 2011 und des Festjahres zu Ehren Otto  Knöpfers gibt es an diesem Wochenende eine thematische Wanderung in die  Umgebung Arnstadts: </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%">Entlang  des Otto-Knöpfer-Wanderweges geht vom Arnstädter Markt bis nach  Holzhausen zum Wohnhaus des berühmten Malers. Am 25.09. um 14 Uhr  startet die Tour, Treffpunkt ist die Tourist-Information. </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%">Gerade  die Farben der Natur und die Stimmungen eines Spätsommertages dürften  reichlich Inspiration für Knöpfer gewesen sein, widmen sich doch seine  Gemälde vorzugsweise den Landschaften des Drei-Gleichen-Gebietes bzw.  dem detailgetreuen Abbild einzelner Pflanzen und Tiere. Die geführte  Wanderung über den Weinberg und Kalkberg bietet die Möglichkeit, jene  Panoramen und landschaftlich reizvolle Ansichten, die Knöpfer auf Papier  oder Leinwand gebracht hat, nachzuvollziehen. In Holzhausen kann  anschließend die Otto-Knöpfer-Begegnunsstätte besichtigt werden – hier  verbrachte der Künstler seine Kindheits- und Jugendjahre. Als eines der  ältesten Dorfanwesen besitzt es noch die traditionellen Bauelemente  eines thüringischen Kleinstbauernhauses.</p>
Weitere  Informationen &amp; Buchung der geführten Wanderung (5,00 Euro p.P.)  unter: Tourist-Information Arnstadt, Markt 1; Tel. 03628 – 602049,  information@arnstadt.de.]]></content:encoded>
			<category>Zeitgeschichte</category>
			<category>Arnstadt</category>
			<category>Zeitgeschichte</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 15:44:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Haute Couture in Apolda</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/haute-couture-in-apolda.html</link>
			<description>Der &quot;Apolda European Design Award&quot; lockt Designer, Studierende und Kreative aus der Fashionwelt in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Apolda ist nicht Paris. Auch nicht Mailand oder New York. Apolda ist ein 24.000-Einwohner-Ort in Mittelthüringen, im Städtedreieck Weimar-Jena- Naumburg. Hier ist es beschaulich und ruhig, mit flachen Hügellandschaften, schmalen Alleen-Straßen, alten Gründerzeit- Häusern, vielen Brach- und Abrissflächen. Und dennoch ist es DIE Adresse, wenn hier alle drei Jahre die besten Nachwuchsdesigner Europas gesucht werden – beim Apolda European Design Award. Da finden Modemacher aus Kopenhagen, Budapest, Wien oder London den Weg in die thüringische Kleinstadt, da suchen Designer und Firmen nach talentierten Nachwuchskräften, da unterstützen Design-Legenden wie Wolfgang Joop und Karl Lagerfeld den Preis, da herrscht quasi Ausnahmezustand. „Dieser Award ist einzigartig“, sagt Hans Jürgen Giese, Amtsleiter für Kultur und Wirtschaftsförderung im Landratsamt Weimarer Land, Mitbegründer und treibende Kraft des Preises. „Kein anderer europäischer Wettbewerb ist so umfassend organisiert und bezieht eine ganze Region mit ein.“ Und kein anderer Modepreis in Deutschland ist so hoch dotiert, insgesamt 25.000 Euro können die Sieger gewinnen. 
1993 entstand die Idee für diesen Kreativpreis, ursprünglich gedacht, um die Textilwirtschaft des Ortes zu fördern. Denn Apolda war über 100 Jahre eine Hochburg der deutschen Maschenindustrie gewesen. Als 1846 die Thüringer Bahn durch die Provinzstadt gebaut wurde, wuchs die Textilindustrie rasant an, erlebte Apolda einen Aufschwung und entwickelte sich zeitweise zur wichtigsten Industriestadt in Sachsen- Weimar-Eisenach. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es hier Unternehmer, Kapital und Prestige, danach Zerstörung, Umbruch und Enteignung. Viele Betriebe wurden nach 1945 zu Maschen-Kombinaten zusammengefasst, wo immerhin bis zur Wende fast 10.000 Menschen beschäftigt waren. 1989 der Zusammenbruch. Nur einigen wenigen Betrieben gelang der Neuanfang, gelingt heute erfolgreiches Arbeiten mithilfe alter Industrie-Tradition und neuem, innovativem Design. 
Die erste Preisausschreibung war national, 150 deutsche Nachwuchsdesigner reichten ihre Arbeiten ein. 1996 wurde der Award für die gesamte EU ausgeschrieben. 230 Designer aus zehn europäischen Ländern beteiligten sich. 1999, im Kulturhauptstadtjahr Weimars, wurde Osteuropa integriert. Die gigantische Menge von 646 Exponaten der insgesamt 330 Designer konnte die Jury aber nicht mehr bewältigen. Man entschied, sich ab 2002 nur noch auf die besten Nachwuchs-Kräfte zu konzentrieren und beauftragte renommierte Hochschulen, ihre Absolventen zu delegieren. Ein System, das seitdem auf große Resonanz und Anerkennung stößt, und das bis heute erfolgreich gehandhabt wird. 
Die Jury ist seit vielen Jahren mit branchenbekannten Designern, Journalisten, Mode-Spezialisten und Produzenten besetzt. „Die Präsentationen sind auf einem sehr hohem Niveau“, sagt die Juryvorsitzende Iris von Arnim, Strickdesignerin aus Hamburg. Sie meint damit die erstklassigen Arbeiten, die 2011 eingesendet, bewertet und prämiert wurden. Nicht nur die Gewinnerin des 1. Preises, Magdalena Stark von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, sondern die meisten Studierenden zeigten ihrer Meinung nach modische Klasse und geschmackvolle Entwürfe, die präzise durchdacht, ästhetisch umgesetzt und qualitativ hochwertig sind. Eine ehemalige Preisträgerin des Apolda European Design Awards ist inzwischen auch in der Jury aktiv: Tanja Hellmuth, die Gewinnerin von 1996, ist heute Chefdesignerin des deutschen Modelabels St. Emile. „Ich bin mir sicher, dass hier Absolventen sind, von denen man später international noch hören und sehen wird“, sagt die Mode-Expertin. Damit die Arbeiten einem breiten Publikum nahe gebracht werden können, gibt es seit einigen Jahren die Kooperation mit der Bauhaus-Universität in Weimar. Im Wettbewerbsjahr 2011 erstellten Studenten Videoclips zu jeder Kollektion, die für interessierte Firmen, Dozenten und Designer gedacht sind. 
Interessant und einzigartig machen den Apolda European Design Award auch die Strickworkshops. Dazu kommen Studierende von nationalen und internationalen Hochschulen in Apoldaer Strick-Betriebe und lernen praxisnah Know How und Innovation kennen. Des Weiteren ist es den Organisatoren gelungen, bekannte Designer mit einer Ausstellung im Kunsthaus Avantgarde nach Apolda zu holen. Wolfgang Joop zeigte 2002 erstmals öffentlich seine Modezeichnungen, Karl Lagerfeld präsentierte 2005 eine Sammlung seiner Fotografien. Die Firma adidas wurde 2008 vorgestellt, 2011 ging es um die Karriere des Sportlers, Filmemachers und Designers Willy Bogner. Inzwischen ist klar, dass der Apolda European Design Award zwar nicht den großen wirtschaftlichen Aufschwung brachte. Dass er aber kreativer Impuls und Botschafter für die Region ist. Dass er Sprungbrett ist für Modeanfänger aus ganz Europa. Dass er Apolda und Thüringen international in Szene setzt. _
Text: Berit Großwendt
<link http://www.apolda-design-award.de>www.apolda-design-award.de</link>
]]></content:encoded>
			<category>Design</category>
			<category>Apolda</category>
			<category>Design</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 12:13:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Junge Freiwillige vermessen Europa</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/junge-freiwillige-vermessen-europa.html</link>
			<description>Was heißt Europa für mich? Was bedeutet Europa für mein Land? Welche Auswirkungen hat ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mit diesen und ähnlichen Fragestellungen beschäftigt sich seit Mitte 2010 „Sanning Europe“ – ein Projekt der Europäischen Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW). 15 Jugendliche aus Italien, Rumänien, Ungarn, Russland und der Ukraine absolvieren ihren einjährigen Freiwilligendienst bei verschiedenen international und europapolitisch aktiven Initiativen und Einrichtungen in Weimar und Ilmenau. Ein gemeinsames Projekt eint sie: Sie scannen Europa unter der Kernfrage: „Was stärkt/gefährdet die Demokratie und demokratische Prozesse regional und europaweit?“ 
Schritt für Schritt untersuchen die Freiwilligen den Arbeitsbereich ihrer Einsatzstellen in Deutschland und vergleichen diesen mit dem einer ähnlichen Einrichtung aus ihrem Herkunftsland. Alle sechs Wochen treffen sie sich und tauschen ihre Erfahrungen aus – mit dem Ziel, dass sie gewonnene Erkenntnisse in ihre Heimatländer tragen. Dabei beschäftigen sie sich mit den Themen Bildung und Partizipation, Mobilität und Migration, Chancengleichheit und gesellschaftlicher Wandel, Umwelt und Lebensgrundlagen sowie Demokratie und Politik. Ihre Erfahrungen und Ergebnisse präsentieren die Freiwilligen der Öffentlichkeit auf der Internetplattform www.scanningeurope.eu und nach Ende des Projektes Mitte 2012 in einer Ausstellung. 
Während des Aufenthalts in Thüringen finden auch Bildungsausflüge zu geschichtlichen, europapolitischen und kulturellen „Lernorten“ wie dem Europaparlament in Brüssel oder auch eine Sprechstunde mit dem Europaabgeordneten Dr. Dieter Koch in Straßburg statt, um anschließend in der Gruppe intensive und praktische Auseinandersetzungen und Diskussionen führen zu können. Die Freiwillige Irene Schenk bringt es auf den Punkt: „Denn wo außerhalb, zu Hause oder unter Freunden, findet man so viele Gleichgesinnte, die alle dasselbe ausgeführt und dennoch etwas ganz anderes erlebt haben?“ 
Die Ungarin Livia Pelyhes hat im Juni ihren Freiwilligendienst in der EJBW beendet. Die studierte Germanistin aus Budapest kam nach Deutschland, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, eine politische Bildungseinrichtung für Jugendliche kennenzulernen und aus „Interesse an den Problemen unserer Generation“, wie sie in ihrem Motivationsbrief schrieb. Besonders interessieren sie Methoden der Toleranz- und Demokratieentwicklung, da sie Übergriffe gegenüber Roma, die sich seit 2008 in Ungarn häufen, verurteilt und Jugendbildungsmaßnahmen und Möglichkeiten für Freiwilligendienste in Ungarn vermisst. Vom Projekt „Scanning Europe“ hat sie von Freunden erfahren, die bereits in Portugal und Italien als EUFreiwillige tätig waren. Livia schätzt an dem Weimarer Modell, die regelmäßigen Treffen in der Gruppe mit anderen Freiwilligen, denn hier kann sie sich über die Arbeit in der Einsatzstelle austauschen und neue Freunde kennen lernen, die sie künftig in verschiedene Länder führen werden. In einem interkulturellen Seminar beispielsweise konnte Livia ihre Vorurteile gegenüber Italienern abbauen und lernte Deutschland als sehr unterschiedlich in Bezug auf kulturelle Besonderheiten kennen. Ihre Zukunft in Deutschland hat Livia auf fünf Jahre begrenzt, davon will sie zwei Jahre in Berlin verbringen, um Kulturmanagement an der Humboldt-Universität zu studieren.
 Livias Zeit in Thüringen war Lehr- und Wanderjahr, persönliches und berufliches Erfahrungsjahr, Kultur- und Bildungsjahr in einem – ganz so heterogen wie es Europa auch ist. Auf die Frage „Was ist Europa?“ beziehungsweise „Was wird Europa?“ finden sich ebenso viele Antworten wie auf die Frage „Was wird Thüringen?“ und das ist gut so. Liviahat ein kleines Puzzelteil hinzugefügt.<br /><br />Die EJBW<br />Als internationale Einrichtung wurde die EJBW vor 12 Jahre – im Jahr 1999 – als Bildungs- und Begegnungsstätte für<br />Kinder, Jugendliche und junge Menschen sowie für Fachkräfte der Bildungsarbeit aus Europa und der ganzen<br />Welt eröffnet. Seither gilt die Leitfrage „Was ist Europa?“, der sich die Gäste in politischen, kulturellen, internationalen und interkulturellen Seminaren, Konferenzen und Projekten nähern. Leiter Ulrich Ballhausen: „Europa vermitteln, weil es uns, also die Menschen in Europa und darüber hinaus, unmittelbar betrifft.“ Mittlerweile haben weit über 1.500 Veranstaltungen in Weimar stattgefunden. Die EJBW arbeitet eng mit Institutionen, Stiftungen und Initiativen der politischen und internationalen Jugendbildung zusammen. _
Text: Maxi Kretzschmar]]></content:encoded>
			<category>Weimar</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 11:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Jedes Gedicht hat seine eigene Poetik&quot;</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/jedes-gedicht-hat-seine-eigene-poetik.html</link>
			<description>Eigentlich ist es Nancy Hünger, die für das Kulturjournal Autorenporträts schreibt. Anlässlich...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Jury aus vier Literaturexperten wählte im Oktober 2010 vier Stipendiaten für das „Clara-und-Eduard-Rosenthal- Stipendium“ im Bereich Literatur/ Stadtschreibung aus 52 Bewerbern aus. Die Wahl fiel auch auf die Kulturjournal-<br />Autorin Nancy Hünger, die Anfang Juli ihren halbjährigen Stipendien-Aufenthalt in Jena angetreten und bis zum Ende des Jahres in der Villa Rosenthal die Gelegenheit hat, sich ganz auf ihr Schreiben zu konzentrieren. Das sind für eine freie Autorin wie sie, die über kein monatliches Fixum verfügt, nahezu paradiesische Zustände. Sie freue sich, in Jena von allem entfernt und abgeschieden, vom eigenen Haushalt, dem äußeren wie inneren, getrennt zu sein. 
Als Autorin machte Nancy Hünger, die 1981 in Weimar geboren wurde, vor fünf Jahren erstmals auf sich aufmerksam, als ihr Debütband „Aus blassen Fasern Wirklichkeit“ in der Edition Azur in Dresden erschien. Die kurzen, lakonischen Gedichte sieht sie heute kritisch. „Zu verkopft, zu vergeistigt sind die Texte“, so Nancy Hünger rückblickend, „und außerdem hatte ich mich in den Gedichten noch nicht getraut, ,ich‘ zu sagen.“ Anders ihr 2009 ebenfalls in der Edition Azur erschienener Band „Deshalb die Vögel – Instabile Texte“, der Gedichte und Fließtexte, also Kurzprosa, enthält, die von geradezu epischer Länge sind. Dass ihre Gedichte heute länger und oft mehrteilig sind, dass sie auch Prosa schreibt, erklärt Nancy Hünger, die gern unterwegs ist, mit einer „Welthaltigkeit, die kürzer nicht zu fassen ist“. Zu dieser „Welthaltigkeit“ fand sie bei einer Reise durch die Ukraine, aus der zahlreiche lyrische und Prosatexte resultierten, und später bei Reisen durch Israel und Rumänien. 
Das launige Nachwort zu „Deshalb die Vögel“ schrieb übrigens die Weimarer Dichterin und Islamwissenschaftlerin Gisela Kraft (1936-2010), mit der Nancy Hünger eine enge Freundschaft verband. Den Kontakt zwischen beiden hat seinerzeit der rührige Literaturvermittler Dr. Martin Straub vom Lese- Zeichen e.V. aus Jena gestiftet. Danach gefragt, was Gisela Kraft für sie und ihr Schreiben bedeute, sagte Nancy Hünger, ohne lange nachdenken zu müssen: „Ich habe ihr, literarisch wie menschlich, viel zu verdanken. Ihre Strenge bei der Beurteilung von Texten war ebenso unnachgiebig wie liebevoll.“ 
Nancy Hünger ist seit dem vergangenen Jahr auch Gisela Krafts Nachfolgerin als Organisatorin und Moderatorin der „Mitteldeutschen Lyrik“, die am 3. November im Weimarer Musikgymnasium Schloss Belvedere stattfindet. Nancy Hünger freut sich, dass Jürgen Becker aus Köln – der zwischen 1939 und 1950 in Erfurt lebte und 2011 den „Thüringer Literaturpreis“ erhält – ebenso teilnehmen wird wie Jane-Ann Igel aus Dresden und Steffen Popp aus Berlin. Mit drei weiteren Autoren ist sie derzeit in Verhandlung. 
Wie der 1932 in Köln geborene Jürgen Becker, so wuchs auch Reinhard Lettau (1929-1996) in Erfurt auf. In ihrem Gedicht „Erfurt“, eine Hommage auf ihre Wahlheimatstadt, hat Nancy Hünger ein Zitat aus Lettaus Buch „Zur Frage der Himmelsrichtungen“ (1988) eingearbeitet. „Es ist speziell dieses Buch von Reinhard Lettau, auf das sich mein Interesse fokussiert hat“, so die Autorin, deren Poetik Welten von der des vergessenen Kollegen trennen. In einem Punkt gleichen sich aber Lettau und Hünger: Er war, sie ist eine Langsam-Schreiberin. Noch mehr Berührungspunkte gibt es zu der Lyrikerin Daniela Danz, der Nancy Hünger das Titelgedicht ihres Buches „Deshalb die Vögel“ zueignete. „Uns verbindet die Leidenschaft für den Osten, und ich schätze ihre Lyrik ungemein, vor allem den Band ,Pontus‘. Das heißt die Klarheit ihrer Sprache, den geistigen Hintergrund, die Eigenheit ihrer Stimme etc.“ 
Die Frage aber, welche Poetik hinter ihrem Schreiben stehe, wehrt sie mit dem Hinweis ab: „Ich bin der Poetik-Diskurse müde“ – und ergänzt: „Jedes Gedicht hat seine eigene Poetik.“ Ansonsten hüte sie sich vor der Analyse der eigenen Texte. Auch ist der österreichische Autor Peter Handke zur Hand, von dem sie einen Satz zitiert, der in etwa auch ihr poetisches Prinzip formuliere: „Anschauung nicht, Deutung bringt die Dinge zu sich selbst.“ Da sie jüngst in Rudolstadt gemeinsam mit dem Berliner Schriftsteller Uwe Kolbe las, ging ihr, als Kolbe Gedichte vortrug, auf, welchen poetischen Weg sie gehen möchte: „Die Einfachheit im Gedicht ist eine große Kunst und erstrebenswert. Genau die kann man bei Uwe Kolbe entdecken.“ 
In Jena möchte sie nun die Erlebnisse ihrer beiden Reisen durch Rumänien Text werden lassen. Ansonsten gilt: „Ich habe keinen großen Entwurf, keinen Plot, und keinen Sonettenkranz, was ich habe, ist der gegebene Moment in seiner vollen Präsenz und ihm überlasse ich meinen Text mit voller Intensität.“ Eingehen sollen die dort entstehenden Texte in ein Buch, dessen Erscheinen 2012 geplant ist. In der Villa Rosenthal hofft sie auch die Ruhe zu finden, um den neuen, tausendseitigen Roman „Vorabend“ von Peter Kurzeck zu lesen. „Das Buch“, so Nancy Hünger, „wird zur Zeit erspart.“
Text: Kai Agthe]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 11:35:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kulinarisches Weimarer Dreieck</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/kulinarisches-weimarer-dreieck.html</link>
			<description>Europäische Esskultur aus einer ganz persönlichen Sicht: Eine französische, eine polnische Köchin...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Duft von Salami und das Knabbern der Endstücke sind die ersten kulinarischen Erinnerungen von Sten Fischer, Inhaber und Küchenchef des Restaurants „Alt Weimar“. Sein Großvater war Direktor der Greußener Salamifabrik und die Besuche dort haben ihn offensichtlich beeindruckt. Die ersten Erinnerungen von Elizabeth Leroy-Maaß, leidenschaftliche Französin aus der Bretagne und Chefin des „Bistrot francaise“ in Weimar machen sich an einem Speisenaufzug fest. Ihre Oma war Köchin in dem mondänen Haushalt einer südfranzösischen Familie. Als Kind durfte sie den Speisenaufzug bedienen, damit die Köstlichkeiten rasch in die Herrschaftsetage gelangten. Agata Hackmann, ambitionierte Köchin aus Warschau, erinnert sich an die Vorbereitungen für die Ostertage. Wochenlang wurden in der häuslichen Küche Pasteten zubereitet, Fleisch gepökelt und der Hefekuchen gebacken. Besonders der Duft des Hefekuchens war prägend. Der Teig wurde in der Küche vorbereitet und in der Dorfbäckerei gebacken. 
Anhand des Hefekuchens lässt sich auch gleich die erste Verbindung zwischen der französischen und der polnischen Esskultur herstellen. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er vom polnischen König Stanislaw Leszcynski von Polen nach Frankreich gebracht. Der Baumkuchen hingegen hat Tradition in Polen und Deutschland, 1450 wurde das aufwendig zuzubereitende Gebäck erstmals in einer Heidelberger Handschrift erwähnt und im 16. Jahrhundert war er besonders beim polnischen Adel sehr beliebt. 
Verbindendes wird auch vom Familienessen am Sonntag berichtet. Vorspeise oder Suppe, ein schöner Braten vom Rind oder Wild, in Frankreich auch gerne Geflügel und natürlich ein Nachtisch. Die Unterschiede liegen im Detail. Rohkost wird in Frankreich als Vorspeise, Salat wird vor oder mit dem Käse gereicht, in Deutschland und Polen zum Hauptgang. Süß-sauer eingelegtes Obst wie Zwetschgen und Birnen isst man in Polen zum Braten, in Deutschland und Frankreich darf hingegen der Senf nicht fehlen. Alle Speisen werden in großen Schüsseln gereicht, die Gäste und vor allem die Omas und Opas am Tisch bekommen zuerst, die Kinder zuletzt, aber es reicht für alle.
<br />Der zeitliche Ablauf ist dann doch recht unterschiedlich. Sten Fischer erzählt vom sonntäglichen Familienessen zwischen 11 und 16 Uhr, alle Gäste trugen etwas zum Essen bei. Klöße fehlten natürlich nur sehr selten und die Qualität der Klöße wurde am Mittagstisch intensiv diskutiert. Das polnische Mittagessen findet recht spät statt, weil das Frühstück reichlich ist. Die Franzosen hingegen nehmen am Morgen nur ein Croissant und einen Kaffee, da ist man natürlich um 12 Uhr schon wieder hungrig. Der Besuch beim Bäcker wird gerne verbunden mit einem kleinen Spaziergang, auch sonntags wird frisches Brot gebacken. Und zum Nachtisch kommt Kuchen auf den Tisch, der auch, kunstvoll verpackt, vom Sonntagsspaziergang mitgebracht wird. 
Nach all den Kindheitserinnerungen und Erzählungen dürfen natürlich typische Lebensmittel aus der Heimat der Kochkünstler am Tisch der holzgetäfelten Stube im Restaurant „Alt Weimar“ nicht fehlen. Frau Leroy-Maaß hat bretonisches Meersalz und gesalzene Butter mitgebracht. „Salz spielt eine ganz besondere Rolle in der französischen Küche“, so Frau Leroy-Maaß, „Fisch wird in der Salzkruste besonders zart, eine Besonderheit ist die Creme de Salidou, Karamel mit Salzbutter, die ‚Nutella der Franzosen’.“ Mitgebracht wurden die Lebensmittel in einem traditionellen Makrelenkorb, in den die Makrelen nach dem Fang gelegt werden. Wenn die Makrelen in der Küche noch die gebogene Form behalten, sind sie frisch, ansonsten sind sie schon zwei Tage alt. Frau Hackmann hat rote Rüben dabei, die in der polnischen Küche eine besondere Rolle spielen, als Rohkost, Suppe oder warmes Gemüse zum Hauptgericht. Daneben steht ein Glas kunstvoll eingelegter Steinpilze und Honigwein. Sten Fischer hätte gerne ein ganzes Schwein mitgebracht, denn das Schwein steht aus seiner Sicht für die deutsche Küche schlechthin. Auch da spielen wieder Erinnerungen aus der Kindheit eine Rolle, zum Beispiel Schweineschwänze in Sauerkraut geschmort mit Kartoffeln. Das Weimarer Dreieck ist sich einig, dieses Gericht würde auch in Frankreich und Polen Liebhaber finden. _ <br /><br />Sten Fischer geboren in Erfurt, Ausbildung zum Koch in Frankfurt und Erfurt, Zahlreiche Stationen in der internationalen Gastronomie, Inhaber und Küchenchef Restaurant Alt Weimar <br /><br />Elizabeth Leroy-Maaß geboren in Saint Malo / Bretagne / Frankreich, seit 1971 in Deutschland, nach dem Studium 35 Jahre Buchhändlerin, seit sechs Jahren Gastronomin, Chefin des Bistrot francais <br /><br />Agata Hackmann geboren in Warschau, seit 1983 in Deutschland, Studium Gartenarchitektur, führte ein Bistro in Bad Homburg
Text: Alexander Mayrhofer]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 11:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>(K)Ein ganz normaler Weimarer Bürger</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/kein-ganz-normaler-weimarer-buerger.html</link>
			<description>Roger Bonnard ist Künstler - und Franzose. Die Liebe brachte ihn einst nach Weimar. ausgerechnet in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Er liebt Baudelaire und seine Familie, seine Geburtsstadt Rouen am Unterlauf der Seine und Weimar an der Ilm, denn er ist ein Franzose in Thüringen: der Maler und Grafiker Roger Bonnard. Sein Leben spiegelt das mögliche Europa im Kleinen. Auf dem Malgrund reflektiert er dies mit seinen überflutenden Lieblingsfarben Rot, Ultramarinblau und Gelb.<br />Im Weimarer Atelierhaus gebietet ein internationales Künstlervölkchen, auch Roger Bonnard, Jahrgang 1947, fühlt sich hier sehr wohl: „Die Stadt hat mich aufgenommen als ganz normalen Bürger. Ich kann hier gut leben, vom Atelier bis zur Malschule und den Künstlerfreunden“, bekennt er.<br />Den Weg nach Deutschland fand er vor über vier Jahrzehnten. Bei einer Reise in die DDR lernte er in Potsdam seine Frau Marlis, eine Weimarer Lehrerin, kennen. Er verliebte sich und blieb. Dies freilich als französischer Staatsbürger, der nach Westen reisen durfte und einmal im Jahr sogar mit seiner Ehefrau. Dabei war die Stadt in der französischen Familie schmerzlich bekannt, denn sein Vater lernte im Konzentrationslager Buchenwald 1942 das andere Weimar kennen. Im Widerstand gegen die deutschen Eroberer reichte er als Postangestellter seinerzeit einen Brief nicht an die deutsche Kommandantur weiter und – kam ins Lager. Glück hatte er dort nur insofern, als er die Befreiung 1945 erlebte.<br />Es währte viele Jahre, bis er wieder den Ort seines Leidens betrat, um die Schwiegertochter und den Enkel Dominique kennen zu lernen. Das war 1994. Bonnard: „Mein Vater sah unsere Liebe als tiefe Symbolik an. Dass es gerade Weimar sein musste, war für ihn daher kein Problem.“ Beim Besuch des einstigen Lagers aber schwieg er meist; auf dem Appellplatz mit dem Holzkarren drängten ihn schlimmste Erinnerungen. Dann kam er häufiger in die Stadt Goethes und jene des Lagers.<br />Studiert hatte Bonnard an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Gerhard Kettner. „In ihm fand ich einen großartigen Pädagogen und Menschen.“ Dann wurde er Meisterschüler bei H. Schuster. Den zwei Jahrzehnten Dresden folgte Weimar, „wo es sich als&nbsp; Künstler vergleichsweise ruhiger leben lässt als an der Elbe“. Von der Klassikerstadt aus gingen seine Bilder in Ausstellungen in Deutschland und im Ausland oder auch zur Thüringer Kunstmesse artthuer. Gefreut hat sich der Wahl-Weimarer zudem über bildnerische Aufträge für eine Cafeteria des EON-Stromkonzerns oder ein Foyer der Leipziger Versicherung.<br />Besonders bewegt hat ihn kurz nach der Wende 1990 der Zusammenschluss zur Thüringer Sezession D 206, erinnernd an jenen Sehnsuchtszug, der die damalige DDR von Warschau nach Paris eben nur durchfuhr. Bonnard wurde zum Mitbegründer dieser lockeren Künstlergemeinschaft mit Ausstellungen, Mappenwerken und Begegnungen guter Freunde. 1992 reisten diese mit Bonnard nach Saint Etienne du Rouvray&nbsp; – eingeladen von L´Union des arts plastiques. Die Zeitung „Paris – Normandie“ bewunderte damals die „erstaunlichen Monotypien“ eines Philip Oeser oder lobte die „melancholischen Kompositionen“ einer Gisela Richter. Später stellte die französische Künstlergruppe in Erfurt aus. Jüngst präsentierte sich der D 206 mit „Sichten“ in der Sommerexposition im Neuen Museum von Weimar. Im dortigen Faltblatt bekannte Bonnard: „Ab und zu malen, das blinde Ich überlisten. Mehr verlange ich nicht.“ Sein Beitrag waren farbsprühende, lyrische Tableaus, genannt „Turbulenzen“. Er lächelt: „Das hat nichts mit meinem privaten Leben, aber viel mit meiner Malerei zu tun, die heftiger geworden ist.“ Zu erleben galt es durchaus meditative, urwüchsige Landschaften. Baudelaire könnte schwelgen: „Mit einem hauch von unbegrenzten dingen / Wie ambra moschus und geweihter qualm / Die die verzückung unsrer seelen singen“. Und richtig, was sich hinter Titeln wie „Sediment“, „Türkis“ oder „Strom“ verbirgt, lässt sich damit nicht beschreiben. Denn es erwartet „La couleur en plus“ – viel Farbe zu optischen Reisen, die Räume und Seelen besetzen, wie die Chansons eines Jacques Brel oder Georges Brassens. Deren Musik begleitet Bonnard nur zu oft.&nbsp; Manchmal werden seine Bilder überraschend alltäglich, wenn er wieder „auf die Figur zurückkommt“, vor allem mit gezeichneten, nur so transparent wirkenden erotischen Akten wie jener „Dame mit dem Seidenschal“. <br />Bonnard ist ein Franzose, der längst in Weimar angekommen ist, sich vom dortigen quirligen Leben treiben lässt und mit seiner Kunst sogar ein wenig dolmetscht zwischen Seine und Ilm.
Text: Wolfgang Leißling]]></content:encoded>
			<category>Bildende Kunst</category>
			<category>Weimar</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 10:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Von Krieg und Versöhnung</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/von-krieg-und-versoehnung.html</link>
			<description>In den Oktobertagen des Jahres 1806 wurde in Jena und Auerstedt Weltgeschichte geschrieben:...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT" style="margin-bottom: 0cm"><b>Auch wenn die geflügelte Friedensstifterin </b>wenige Jahre später durch Blücher wieder nach Berlin kam – mit dem Bau des Arc de Triomphe wird ewig an die denkwürdige Schlacht erinnert. Napoleon erfüllte damit ein Versprechen, das er seinen Soldaten im Angesicht des Krieges gegeben hatte. Im „Altar des Vaterlandes“, wie der Triumphbogen auch genannt wird, ist Jena vermerkt. Das Dorf Auerstedt dagegen nicht. „Das hat damit zu tun“, erklärt Werner Meister vom Heimat- und Traditionsverein Auerstedt e.V., „dass sich bei diesem Zufallsgefecht auf einer Straße Franzosen und Preußen im dichten Nebel begegneten. Die preußische Hauptarmee war mit 50.000 Soldaten doppelt so groß, sodass es eine Kunst war, die Schlacht zu verlieren.“ Marschall Davoût gelang das Meisterstück, die Übermacht zu schlagen – dank kluger Kriegsführung und der Desorganisation des preußischen Generalstabs. Das neidete ihm Napoleon und degradierte das Gefecht im offiziellen Kriegsbulletin zum Scharmützel unter seiner Leitung.</p>
<p align="LEFT" style="margin-bottom: 0cm">Nicolas Davoût bekam für seinen Sieg die Würden des Herzogs von Auerstedt verliehen, ein Titel, den seine Nachkommen bis heute tragen. Der kleine Ortsverein nahm gleich nach seiner Gründung Anfang der 1990er Jahre Kontakt nach Frankreich auf. In Savigny-sur- Orge, einer Stadt im Süden von Paris, besuchte eine Delegation den dortigen Davoût-Verein, der sich der Völkerverständigung verschrieben hat. Nach einigen Begegnungen mit regionalen Politikern schlossen die beiden ungleichen Partner einen Freundschaftsvertrag: ein 500-Seelendorf mit einer Stadt von 38 000 Einwohnern. Zur Besiegelung kamen auch der jetzige Titelträger, ein gerade erwachsener Duc de Auerstedt, und seine Mutter nach Thüringen. Im letzten Jahr stattete die Gemeinde einen Gegenbesuch ab. Während in Savigny eine Straße an die alte Verbindung erinnert, hat der Heimat- und Traditionsverein seine Forschungen, Fundstücke und historische Gegenstände im Schloss Auerstedt präsentiert. Dort findet der Besucher nicht nur Portraits der preußischen und der französischen Generalität, die in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt aufeinander trafen. Er erfährt auch, wie aus Gegnern Freunde wurden, die ihre Begegnung einer Schlacht mit tausenden Toten verdanken. </p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Dass die Anwesenheit des französischen Kaisers auch touristisch vermarktet werden kann, entdeckte der Cospedaer Wirt Walter Lange schon in den 1920er Jahren. Die verblüffende Ähnlichkeit, die er mit Napoleon I. hatte, ergänzte er durch Attitüden. Nach Gemälden studierte er Haltung und Gestus ein, stellte die Szenen fotografisch nach und vertrieb sie als Postkarten. Nicht nur die Jenaer Studenten pilgerten in Scharen in das Gasthaus vom „Grünen Baum zur Nachtigall“, um sich vom „Napoleon von Cospeda“ bedienen zu lassen. Von weit her kamen Neugierige. Das Schauspiel, das bei der Bewirtung geboten wurde, der kunstvolle Witz, hielt das Geschäft in Schwung. Selbst der Berliner Rundfunk widmete der Studentenkneipe samt Wirt ein längeres Stück.Der deutsche Napoleonforscher Paul Holzhausen traf ihn auf einem Umzug zur 900-Jahrfeier in Naumburg: „Ihre physische Ähnlichkeit mit Napoleon ist ein Spiel der Natur; bewundernswert aber ist die Art und Weise, mit der sie sich in Ihre Rolle hineingedacht haben“. Wie gut Authentizität auf den Schlachtfeldern beim Publikum ankommt, bewies das 200. Jubiläum des Ereignisses im Herbst 2006. Zu den Nachstellungen der Kämpfe kamen tausende Besucher aus aller Welt. Die Arbeitsgemeinschaft „Jena 1806“, die sich um die Erbepflege kümmert, wird deshalb heuer das 205. mit Uniformierten aus mehreren Ländern friedlich begehen. Das Motto „Europa trifft Thüringen“ entspricht der Realität: Kaum ein Ereignis vereint die Menschen mehr als die lebenden&nbsp;Bilder der historischen Schlacht – auf der einen Seite angeführt von Napoleon, auf der anderen Seite vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm III., den Engels als den größten Holzkopf bezeichnete, der je regiert hat. Internationalität erfuhren die Wiesen oberhalb des Landgrafen aber auch durch ein interaktives Hörspiel der kanadischen Installationskünstlerin Janet Cardiff und ihres Partners George Bures Miller, die dafür 2005 den Botho-Graef-Kunstpreis der Stadt Jena erhielten. Mit Kopfhörer und Discman beginnt eine akustische Wanderung, die jeder für sich allein antritt. Ihm begegnen Anmutungen, die sich nicht fassen lassen, Geräusche, zu denen individuelle Bilder entstehen. Es ist eine Reise, auf der die Vergangenheit nicht erklärt wird, sondern assoziativ erlebt werden kann.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Text: Doris Weilandt</p>]]></content:encoded>
			<category>Zeitgeschichte</category>
			<category>Jena</category>
			<category>Meldungen</category>
			<category>Zeitgeschichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 15:48:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kunstprojekt Kirchberg Weiden</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/kunstprojekt-kirchberg-weiden.html</link>
			<description>In diesem Jahr heißt das Motto des Kunstprojekt Kirchberg Weiden „Eleganz“.</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Es ist ein Ort mit unwahrscheinlich positiver Atmosphäre“, sagt Sabine Lauer. Das Sackgassendorf Weiden bei Buttelstedt sei für sie wie ein kleines Paradies. Seit neun Jahren kommt sie hierher, um mit ihrem Mann Frank Rotter als Künstlerpaar „LAROT“ das Kunstprojekt Kirchberg Weiden auf die Beine zu stellen. Ihr Gesamtkunstwerk aus bildender und darstellender Kunst nennen sie „divertimentoarte“. In diesem Jahr heißt das Motto „Eleganz“, die Künstlerin Charlotte Sehmisch wird Filzreliefs und eine Installation in der St. Cyriakus Kirche gestalten. Draußen dreht sich alles um die Atmosphäre der Rennbahn, mit Hut-Installationen und Reitdarbietungen. Mit ihrem Projekt wollen die Künstler dazu beitragen, dass das Dach der Kirche saniert werden kann. Die Ausstellung wird am 20. August um 18 Uhr eröffnet, das „divertimentoarte“ ist am 26. und 27. August ab 19.30 Uhr zu erleben.]]></content:encoded>
			<category>Bildende Kunst</category>
			<category>Weimarer Land</category>
			<category>Bildende Kunst</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 10:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erfurter Bürger und ihre Stadt</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/erfurter-buerger-und-ihre-stadt-in-der-lutherzeit.html</link>
			<description>Originalzeichnungen aus dem &quot;Erfurter Luther-Almanach
1511 - 2011&quot; von Uta Hünniger</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am Donnerstag, dem 27. August 2011, wird um 19:00 Uhr im Technischen Denkmal und Museum Neue Mühle Erfurt, Schlösserstraße 25a, die Sonderausstellung &quot;Erfurter Bürger und ihre Stadt in der Lutherzeit&quot; eröffnet. Es handelt sich dabei um eine Auswahl von Originalzeichnungen, die Uta Hünniger für den &quot;Erfurter Luther-Almanach 1511 - 2011&quot; anfertigte. 
Zum Thema „Luther – der Aufbruch“ hatte die Erfurter Grafikerin ein Künstlerbuch konzipiert, in welchem sie Personen und Szenen aus dem 16. Jahrhundert lebendig werden ließ. Die beschreibenden Texte, niedergeschrieben von Professoren der Universität Erfurt und einigen Gastautoren, nehmen Bezug auf fünf Schriften Luthers aus den Jahren 1517 bis 1521. 
Das Künstlerbuch wurde in einer auf 200 Exemplare limitierten Auflage gedruckt. Jedes Exemplar ist ein Unikat, denn die Grafiken wurden von der Künstlerin jeweils handkoloriert. In der Ausstellung sind auch Beispiele von Kolorierungsvarianten zu sehen. 
Uta Hünniger ist Absolventin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (1982). Seit 1982 entstanden erste Künstlerbücher zu Gedichten von Ostberliner Schriftstellern. Während ihrer freiberuflichen Tätigkeit in Berlin war ihre Galerie Viola Blum ein Zentrum im dissidenten Künstlermilieu. Seit 1998 arbeitet und lebt die Grafikerin in Erfurt. Mit dem Luther-Almanach entstand eine erste Arbeit in der Auseinandersetzung mit einem historischen Thema. Im Dezember 2010 wurde das Heft im Augustinerkloster der Öffentlichkeit vorgestellt und im März/ April diesen Jahres stand das Künstlerbuch neben originalen Lutherschriften im Zentrum einer Ausstellung der Universitätsbibliothek Erfurt. 
Das Künstlerbuch entstand im Rahmen der Lutherdekade. Die Ausstellung in der Neuen Mühle betont den handwerklichen Charakter und zeigt den Entstehungsprozess des Heftes.
<br />Die Ausstellung wird bis zum 27. November 2011 im Museum Neue Mühle zu sehen sein.
Öffnungszeiten: Di - So 10.00 bis 18.00 Uhr
<link http://www.stadtmuseum-erfurt.de/muehle/uebersicht>www.stadtmuseum-erfurt.de/muehle/uebersicht</link>
]]></content:encoded>
			<category>Austellungen</category>
			<category>Erfurt</category>
			<category>Austellungen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 09:54:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Auf den Spuren starker Frauen</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/auf-den-spuren-starker-frauen.html</link>
			<description>Markierungsarbeiten auf dem Pilgerweg &quot;Auf den Spuren starker Frauen&quot; abgeschlossen</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Der Pilgerweg „Auf den Spuren starker Frauen“ wurde einer kompletten Überarbeitung unterzogen: Aufkleber und Holzwegweiser wurden erneuert, aufgesprühte Markierungen mit frischer Farbe ausgebessert. Dank eingegangener Rückmeldungen von Pilgern aus ganz Deutschland konnten die Ausbesserungsmaßnahmen zwischen Molsdorf – Ichtershausen – Rudisleben – Arnstadt – Dornheim – Hausen – Niederwilligen in der vergangenen Woche gezielt vorgenommen werden. </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Das in allen Teilen Europas einheitlich verwendete Symbol zur Wegeführung ist die Pilgermuschel. Sie zeigt mit dem spitzen Ende stets nach Süden, um auf den weiteren Wegverlauf Richtung Santiago de Compostela in Spanien hinzuweisen. Der Pilgerweg ist seit nunmehr vier Jahren etabliert und wird immer häufiger genutzt, er gilt mittlerweile sogar als einer der meist frequentierten Wege im Ilmkreis. Für die Traukirche St. Bartholomäus in Dornheim verwies Siegfried Neumann gerade in den Juliwochen auf fast täglich ankommende Pilger – ebenso wie Regina Hölzer von der Tourist-Information Paulinzella. Auch im bei der Thüringer Tourismus GmbH klingeln die Drähte heiß mit Nachfragen zum „Weg der starken Frauen“, so Anke Riese, Mitarbeiterin im Servicecenter.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Die Beschilderungsmaßnahme für den noch ausstehenden Teil von Niederwillingen über Dörnfeld bis Singen wird durch die Stadtmarketing Arnstadt GmbH noch Anfang September abgeschlossen sein, vor allem auch im Hinblick auf das ökumenische Sternpilgern zum Papstbesuch, organisiert von der Arbeitsgemeinschaft ‚Pilgerwege in Mitteldeutschland’. Am 23.09.2011 wird Arnstadt einer von vier Ausgangspunkten für das Sternpilgern sein. Interessierte können an einer ökumenischen Andacht mit Reisesegen in der Bachkirche teilnehmen und im Anschluss eine geführte Pilgertour bis nach Erfurt erleben.</p>]]></content:encoded>
			<category>Zeitgeschichte</category>
			<category>Arnstadt</category>
			<category>Zeitgeschichte</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 09:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vom Flugzeug in den Probensaal</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/vom-flugzeug-in-den-probensaal.html</link>
			<description>Das „Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar“ startet seine musikalische Zusammenarbeit –...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Letzte Woche begann die Probenphase für das frisch gegründete „Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar“, das sich aus Studierenden der „Jerusalem Academy of Music and Dance“ und der Hochschule für Musik FRANZ LISZT zusammensetzt. Bei der <b>ersten gemeinsamen Probe am Freitag</b> lernen die kurz zuvor aus Israel gelandeten jungen Musiker ihre deutschen „Mitspieler“ kennen und läuten gemeinsam eine intensive Probenphase ein: Innerhalb einer Woche wird unter der musikalischen Leitung von David Afkham (Weimar) und Karin Ben-Josef (Jerusalem) ein <b>beeindruckendes Repertoire</b> erarbeitet. Auf dem Programm stehen die „Tragische Ouvertüre“ und die 1. Sinfonie von Johannes Brahms sowie ein Sonatensatz von Viktor Ullmann in einer Orchesterfassung von Michael Wolpe. Außerdem werden zwei Violinkonzerte einstudiert: Roi Shiloah aus Jerusalem ist Solist des Violinkonzerts in a-Moll von Carl Goldmark, der Weimarer Student Dragos Mânza spielt Karl Amadeus Hartmanns „Concerto funebre“.</p>
<p class="MsoNormal">Eine erste <b>musikalische Kostprobe</b> des neu gegründeten Klangkörpers bietet ein Gesprächskonzert am 17. August um 19:30 Uhr im <b>Hotel Dorint Am Goethepark Weimar</b>. Im Eintrittspreis sind auch ein Glas Wein und kulinarische Köstlichkeiten enthalten Karten hierfür gibt es bei der Tourist-Information Weimar unter Tel. 03643-745745. Sein <b>Debüt</b> gibt das israelisch-deutsche Orchester dann am 19. August um 18:30 Uhr beim „Gedächtnis Buchenwald“, dem Eröffnungskonzert des Kunstfests Weimar „pèlerinages“ in der Weimarhalle. Es folgt ein <b>Konzert auf der</b> <b>Wartburg in Eisenach </b>am 20. August 2011 um 20:00 Uhr, für das noch Karten erhältlich sind (Tickets und Informationen beim Besucherservice der Wartburg-Stiftung unter Tel. 03691-250202 und unter <link http://www.wartburg.de/>www.wartburg.de</link>). Sein dritter Auftritt in Deutschland führt das „Young Philharmonic Orchestra“ nach Berlin: Es konzertiert am 22. August um 19:00 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche. In der Projektphase im Dezember 2011 in Israel sind Konzerte im Kibbuz „Sde Boker“, im Holocaust Memorial Yad Vashem in Jerusalem sowie in Tel Aviv geplant.</p>
<p class="MsoNormal">Die bereits vor einigen Jahren in Weimar geborene <b>Idee des Projektes</b> ist es, dass junge Musikerinnen und Musiker aus Weimar und Jerusalem gemeinsam proben, Konzerte geben, diskutieren und feiern. Die Geschichte, die sie eint und trennt, wird lebendig in der Perspektive der Anderen. Weimar ist gleichermaßen ein Ort des Geistes und Ungeistes: Zwischen Klassik, Bauhaus und Buchenwald werden auf engem Raum die Glanzpunkte und Verirrungen europäischer Geschichte sichtbar. Gerade hier kann eine junge Generation, die Zeitzeugenschaft meist nur noch mittelbar und medial erlebt, einen Diskurs und die Verständigung über Vergangenheit und Gegenwart beginnen. Konkret, persönlich. Mit Hilfe der Musik. Denn Musik ermöglicht Begegnung. Musik fördert Zuhören, intuitives Verstehen und gedankliche Auseinandersetzung. Sie schafft Gemeinschaft und macht, insbesondere im Erlebnis des Konzerts, durch ihre radikale Gegenwärtigkeit den Wert menschlichen Miteinanders erlebbar. Die <b>Schirmherrschaft</b> des Projekts haben Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Yoram Ben Zeev, Israelischer Botschafter in Deutschland sowie Dr. Dr. h. c. Harald Kindermann, Deutscher Botschafter in Israel, übernommen. </p>]]></content:encoded>
			<category>Festival</category>
			<category>Weimar</category>
			<category>Meldungen</category>
			<category>Festival</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 09:54:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rainald Grebe auf &quot;Heimat&quot;-Besuch </title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/rainald-grebe-auf-heimat-besuch.html</link>
			<description>Vor insgesamt 6.000 Besuchern gaben Rainald Grebe &amp; das Orchester der Versöhnung am Wochenende (13....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoPlainText">Rainald Grebe und alle Mitwirkenden lieferten am Wochenende zwei grandiose, geschichtsträchtige Abende in der KulturArena Jena, mit einer riesigen Flut von Attraktionen, toller Musik, erstklassigem Kabarett und schaurig schöner, bitterböser Satire, ab.</p>
<p class="MsoPlainText">Herr Grebe bezog alle Zuschauer, Länderblocks, Klaus Wowereit, Geschichtliches und das aktuelle Weltgeschehen gekonnt in sein Programm, sowie in seine Lieder mit ein. Weltklasse. Textlich gab es gewohnt witzige, bissige und tragischkomische Grebekost - Hymnen für die Heimat, die Liebe und das Leben. Attacke und Rückzug. Privat und Politik. Pathos und Quatsch.</p>
<p class="MsoPlainText">Nicht zu vergessen, dass der strippende Wachtmeister “Mike aus Cottbus“ die Stimmung zum Überkochen brachte!</p>
<p class="MsoPlainText">Es gab nichts, was es nicht gab.</p>
<p class="MsoPlainText">Das Orchester der Versöhnung:</p>
<p class="MsoPlainText">Rainald Grebe, Martin Brauer, Marcus Baumgart, Buddy Casino, Serge Radke, Smoking Joe, ein Seniorenstreichquartett.</p>
<p class="MsoPlainText">&nbsp;</p>
<p class="MsoPlainText">In der Oktober/Novemver-Ausgabe des Kulturjournal Mittelthüringen (Heft 5) wird es ein Interview mit Rainald Grebe geben!!!</p>]]></content:encoded>
			<category>Festival</category>
			<category>Jena</category>
			<category>Festival</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 09:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>MEINE KULTUR in Jena</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/meine-kultur-in-jena.html</link>
			<description>Vielfalt im Licht – Festival der Soziokultur vom 8. bis zum 10. September 2011</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Was haben eine Tischtennis-Schnitzeljagd und Fußball mit Literatur zu tun? Was ein alter Bahnhof mit Zirkus oder Künstlern auf Ateliersuche? Welche Bedeutung haben Kulturorte und -projekte für die Identität von Städten und deren Menschen? Was versteht man eigentlich unter Soziokultur? Und was ist Deine Kultur? Das Festival Meine Kultur gibt Antworten auf diese und andere Fragen rund um Soziokultur in Thüringen. Es richtet den Blick auf Bestehendes und macht Neues sichtbar. Ungewöhnliche Aktionen im öffentlichen Raum, Musik, Performance, Sport, Theater, Lesung, Film, eine Fachdiskussion und zahlreiche weitere Veranstaltungen rücken die Vielfalt der soziokulturellen Szene Thüringens ins LICHT.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Mehr als 30 Projekte und Veranstaltungen verwandeln die Stadt Jena vom 8. bis zum 10. September 2011 zu einem öffentlichen Erlebnis- und Experimentierfeld. Gemeinsam wollen sie den Besuchern die besondere kulturelle und kreative Vielfalt Thüringens vorstellen, sie zu zahlreichen Besuchen anregen und Akzente für die Kultur- und Kreativlandschaft des Freistaates setzen.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Die Auftaktveranstaltung am Kuntshof Jena bringt Künstler, Kreative und Fachleute aus Kultur, Wirtschaft und Politik zusammen, um über Fragestellungen der kulturellen Zwischennutzung und die Rolle von Subkultur und kreativen Szenen für die Stadt zu diskutieren. </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Beim Streetsoccer- und Kicherturnier der Hintertorperspektive e.V. lesen die Autoren Frank Willmann und Jörg Dietrich aus dem brandneuen Buch Zonenfußball. Mit den literarischen, anekdotischen und fankulturellen Geschichten erinnern sie unterhaltsam an 40 Jahre Fußballkultur in Ostdeutschland. Ein Kino- und Stadterlebnis der besonderen Art, gibt es bei der nächtlichen Kurzfilmwanderung durch die Innenstadt des Erfurter Plattform e.V. und dem backup-Festival Weimar zu erleben. </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Der Verein In’s Netz e.V. veranstaltet&nbsp; eine verrückte Tischtennistour durch die Stadt. Im Stil einer Schnitzeljagd auf Jenas öffentlichen Tischtennisplatten treten mehrer Mannschaften gegeneinander an. Der Wettstreit wird moderiert vom Wortakrobaten Flowin Immo. Musikalische Unterstützung erhalten die Spieler on air von DJ Metaboman, denn das Ganze wird live vom Radio OKJ 103,4 übertragen. In einer Lounge im Faulloch sorgen derweil der Med-Club und die Festivals Auerworld und Cucuma für entspannte Abwechslung. Bei elektronischer Musikbeschallung bis in die Abendstunden sorgt u.a. das Multimedia-Duo GeisBaBa für ganz viel Neon, Elektrochaos und natürlich gute Laune. </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Am KulturBahnhof erlebt der Besucher einen Tag lang ein kulturreiches Programm aus Ausstellungen, Kreativangeboten für Kinder und Erwachsene, Zirkus, Hörspiele, Film, Theater, Musik und vieles mehr. Mit dem Kunsthof Friedrichsrode können die Besucher ihr eigenes Lesezeichen oder selbstgemachte Seile herstellen. Der Verein Europaphantasien lässt mit Kindern und allen die es noch sind, individuelle und phantasievolle „Traumfänger“ entstehen. Der Kinderzirkus Zappelini des Studio 44 aus Nordhausen verzaubert alle Zirkusbegeisterte und verwandelt das Gelände in eine bunte Arena. Im hauseigenen Kino werden, mit freundlicher Unterstützung des backup festivals aus Weimar, experimentelle Kurzfilme gezeigt. In der Hörspielecke des Summerfugl e.V. lassen die drei Gewinner-Hörspiele der 4. Jenaer Hörspieltage die Besucher in andere Welten träumen. Bei der Improtheatergruppe Stell dich ein vom DAS Jugendtheater Weimar&nbsp; ist regen Teilnahme des Publikums gefragt. Die Galerie Eigenheim aus Weimar zeigt in einer Ausstellung Malereien und Zeichnungen von Enrico Freitag und Photographien von Julia Scorna. Außerdem ist die Ausstellung des britischen Künstlers Ben Small zu bewundern und die hauseigenen Künstler des KulturBahnhofs lassen Neugierigen einen Blick in ihre Ateliers werfen. </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">„Licht aus, Spot an“ heißt es dann bei der Abschlussveranstaltung im Kassablanca Gleis 1. Mit dem Kulturexpress fahren die Besucher auf eine Galareise durch Thüringen. Station für Station erleben sie die Vielfalt der freien Kulturszene im besonderen Licht. Zu erleben sind der Autor Johannes Lange, das Jazz-Orchester des Greizer Theaterherbst, der Zirkus des Studio 44 aus Nordhausen, das Tanztheaters Erfurt, die Improtheatergruppe vom DAS Jugendtheater Weimar, die Slam-Poetin Franziska Wilhelm, der legendären Rondo René Schulz und nicht zuletzt als Überraschungsauftritt Steffen Mensching aus Rudolstadt. Am Ende der Reise spielt die Bandformation Liloba, bei der urbane europäische Elektronika auf die tribalen Beats der afrikanischen Urmusik treffen. Im Rahmen der Galareise verleiht die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Thüringen e.V. dieses Jahr zum vierten Mal den KulturRiesen an Vereine und Akteure, die sich durch beispielhaftes Engagement oder besondere Leistungen in der Soziokultur auszeichnen. Für alle Tanzwütigen bereitet die anschließende Party ein feines, elektroverspieltes Programm aus Dubstep, Drum’n’Bass, Techno und House bereit: mit Instruktah D (Jahtari, Leipzig) &amp; Pyjama Pyrat (Styleconfusion, Leipzig), DJ Peak Phine (Distillery, Leipzig) und DJ Tabooze (Copy Wood, Jena). </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Das Festival Meine Kultur wurde 2008 von der Landesarbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen. Jedes Jahr findet das thüringenweite Festival an einem anderen Ort statt und jedes Jahr beteiligen sich auch neue Vereine und Akteure. Meine Kultur präsentiert die Vielfalt und Buntheit der soziokulturellen Szene Thüringens und zeigt sich daher auch von Jahr zu Jahr, von Ort zu Ort im neuen Gewand. Nachdem 2010 die Stadt Gotha durch Meine Kultur regelrecht „in Szene gesetzt“ wurde, ist es dieses Jahr das Licht, indem die Vielfalt der Soziokultur strahlt. </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Mit dem Festival möchte die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Thüringen den Vereinen und Initiativen einen Raum geben, sich zu entfalten und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Urbane Stadt(teil-)kultur und kulturelles Arbeiten im ländlichen Raum koextixtieren, ergänzen und brauchen sich. Meine Kultur unterstützt diese Vernetzung. Mit der Form eines Wanderfestivals werden auch abgeschiedene Regionen Thüringens angesteuert. Man kann also gespannt sein, wohin es nächstes Jahr geht, aber erst mal heißt es „Meine Kultur in Jena 2011 – Vielfalt im Licht“!</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;">Mehr Informationen unter <link http://www.meinekultur.info/>www.meinekultur.info</link></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; line-height: 130%;"><b></b></p>]]></content:encoded>
			<category>Themen</category>
			<category>Festival</category>
			<category>Jena</category>
			<category>Festival</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 08:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schätze aus Elfenbein</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/schaetze-aus-elfenbein.html</link>
			<description>Eine Ausstellung mittelalterlicher Kunstwerke aus Elfenbein von internationalem Rang im Angermuseum...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Mittelalter hat den Werkstoff Elfenbein, ähnlich wie auch Edelsteine und farbiges Glas, als materia sacra aufgefaßt. Sein Nimbus wurde von Anbeginn durch die mythischen Vorstellungen genährt, die man mit den gewaltigen Stoßzähnen von Mammut, Elefant und Walross verband. Den Menschen galten sie als Symbole für Kraft und Stärke. Zugleich war Elfenbein in pulverisierter Form eines der teuersten Medikamente: Es bot Schutz vor Vergiftung, aber auch Bewahrung der Keuschheit und Heilung von Krankheit schrieb man der kostbaren Naturalie zu. Geheimnisumwittert war seit etwa 1200 das sagenhafte Einhorn, dessen Kopfschmuck (tatsächlich ein Narwalzahn) mit Gold aufgewogen wurde. In der Antike war das Elfenbein ein überaus geschätzter Werkstoff, auch im Judentum besaß es hohes Ansehen. Die Verwendung für weltliche und kirchliche Insignien wurde durch das Alte Testament legitimiert, das den Thron Salomonis aus Elfenbein beschreibt. Umso bedeutender war der Einsatz des kostbaren Werkstoffs für Gegenstände in liturgischem Gebrauch. 
Die Mittelaltersammlung des Angermuseums ist von überregionalem Rang; was jedoch gänzlich fehlt, sind Beispiele der Elfenbeinkunst, die – seit Jahrtausenden Bestandteil vieler Weltkulturen – in ganz Europa zwischen dem Ende des Imperium Romanum im 5. Jahrhundert und dem Ausgang des Mittelalters im 15. Jahrhundert geblüht hat. Im 125. Jahr seines Bestehens zeigt das Angermuseum eine der europaweit herausragendsten Sammlungen<br />internationaler mittelalterlicher Elfenbeinkunst in deutschem Museumsbesitz. Sie gehört dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt, das derzeit sanierungs- und umbaubedingt geschlossen ist und deshalb einen seiner wertvollsten Schätze auf Reisen gehen lässt. Zu sehen sind kostbare Prachteinbände und Reliefs, Tragaltäre, Diptychen, Reliquienkästchen und vieles mehr. Die einzigartige Sammlung verdankt sich dem spartenübergreifenden Kenntnisreichtum des manischen Sammlers Baron von Hüpsch (1730-1805), der ab 1755 in Köln ansässig war und den Landgrafen von Hessen-Darmstadt testamentarisch zum Universalerben seines Kunst- und Naturalienkabinetts einsetzte. Überwiegend am Niederrhein und im Maasland zusammengetragen, gehen die Beispiele doch weit über die Zentren Aachen/Lüttich und Köln hinaus, sie reichen von Paris, Flandern, Lothringen, England, die Niederlande, Mailand und Venedig bis zum Rom des Ostens, bis nach Byzanz. Es handelt sich fast durchweg um sakrale Bildwerke der christlichen Kunst, die im Bestandskatalog auf Grundlage neuer Forschungsergebnisse vollständig publiziert sind.
Text: Wolfram Morath-Vogel / Miriam Krautwurst
Lesen Sie mehr im neuen Kulturjournal Heft 4/2011. Hier erhältlich!
<br />1886 - 2011<br />125 Jahre ANGERMUSEUM ERFURT<br />Ein Jahrtausend Elfenbein<br />vom 5. bis 15. Jahrhundert<br />in Zusammenarbeit mit dem Hessischen<br />Landesmuseum Darmstadt
<br />Di – So 10.oo – 18.oo Uhr, ab 17.oo Uhr freier<br />Eintritt, bis 31. Oktober 2011]]></content:encoded>
			<category>Themen</category>
			<category>Austellungen</category>
			<category>Erfurt</category>
			<category>Austellungen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 11:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Der Parasit&quot; von Friedrich Schiller</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/der-parasit-lustspiel-von-friedrich-schiller.html</link>
			<description>Im Liebhabertheater Schloss Kochberg ist in einer Wiederaufnahme Schillers selten gespieltes, aber...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf Drängen von Herzog Carl August studierte Schiller eine Sammlung mit französischen Bühnenstücken aus den Jahren 1794 – 1802, die 66 Bände mit je 3-8 Stücken umfasste, um sie gegebenenfalls für die Weimarer Bühne einzurichten. Kaum eines der darin enthaltenen Stücke war allerdings geeignet, das Interesse des Dramatikers zu<br />wecken, wie er am 26. Januar 1803 an Goethe vermeldete. Gleich im ersten Band der Sammlung befand sich<br />jedoch ein Stück, das Schillers Interesse weckte: &quot;Médiocre et Rampant, ou le moyen de parvenier&quot; von Louis-Benoit Picard. Friedrich Schiller entschied sich in einer Phase, da seine Gesundheit keine eigene Produktion zuließ, die seine Kräfte stärker beansprucht hätte, dieses Stück zu übersetzen und zu bearbeiten.<br />Es entstand jedoch ein eigenes Stück, in dem die Übergangssituation der Gesellschaft nach dem Untergang des „ancien régime“ und dem Abebben der französischen Revolution charakterisiert wird. Der Blender und Emporkömmling Sélicour betreibt mit geschickten Intrigen seine Karriere und sieht sich erst am Ende enttarnt. So endet das Stück mit einer augenzwinkernden Warnung: „Nicht immer ist es so. Der Redliche kann nicht durchdringen, die kriechende Mittelmäßigkeit kommt weiter als das geflügelte Talent, der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.“ Uraufgeführt wurde das Stück im Weimarer Hoftheater am 12. Oktober 1803 unter dem Titel &quot;Der Parasit&quot;. Bereits im Mai 1803 hatte &quot;Der Neffe als Onkel&quot; von Picard in Schillers Übersetzung in Weimar Premiere gehabt.<br />Die überaus augenfällige Aktualität des Stückes wahrzunehmen, überlässt die Kochberger Aufführung - dem oft geäußerten ausdrücklichen Wunsch des Autors Schiller entsprechend - dem denkenden Zuschauer selbst. Die Inszenierung setzt ganz auf historisches Kolorit. Drei Schauspieler verwandeln sich in sieben Figuren und nehmen dabei auch Elemente des Figurentheaters zur Hilfe.
6. 8. 2011 | 17.00 Uhr (21 €)<br />Der Parasit<br />Lustspiel von Friedrich von Schiller<br />Koproduktion des Liebhabertheaters Schloss Kochberg mit dem artENSEMBLE THEATER Bochum<br />eingerichtet und gespielt von Klaus Engeroff, Susanne Hocke und Jürgen Larys
Kartenreservierung und Verkauf:<br />an der Museumskasse im Schloss Kochberg, 07407 Großkochberg, Tel.: 036743/ 225 32]]></content:encoded>
			<category>Theater</category>
			<category>Weimarer Land</category>
			<category>Theater</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 10:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>20 Sommer: KULTUR TUT GUT(ES)</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/20-sommer-kultur-tut-gutes.html</link>
			<description>Ein Benefizprojekt der Kulturarena
</description>
			<content:encoded><![CDATA[













Die Kulturarena feiert in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag. Das bedeutet 20 Jahre Kultur und Musik, 20 Jahre die Welt zu Gast in Jena, 20 völlig sommerlochlose Sommer. In diesen Jahren hat sich die Kulturarena zu einem der größten, längsten und vielfältigsten Open Airs Deutschlands entwickelt. 
Das Festival, das für entspannte und unbeschwerte Sommerabende bei guter Musik, im Kreise von Freunden und Kollegen steht, wurzelt tief in der Region. Ohne die Bereitschaft ihrer Bewohner, sich Neuem und weniger Bekanntem zu öffnen, hätte sich das Festival nicht in der bekannten Art etablieren und die kritischen Momente in seiner zwanzigjährigen Geschichte gestärkt überstehen können. 
Um der Stadt Jena und der Region ein wenig von dem zurückzugeben, was sie in den letzten zwanzig Sommern an Vertrauen, Neugierde, Geduld und Zuneigung in unser Festival investiert haben, sollen mit einer Benefiz-Aktion die folgenden drei sozialen und karitativen Projekte unterstützt werden: 
Die Kinderhilfestiftung e. V. Jena existiert seit etwas mehr als zwanzig Jahren und konzentrierte seine Arbeit zunächst auf die Versorgung von krebskranken Kindern in der Universitäts-Kinderklinik Jena. Im Jahr 2007 wurde die Hilfestellung allgemein auf den Bereich chronisch kranker Kinder erweitert und die Tätigkeit der Stiftung auch auf andere Thüringer Orte ausgeweitet. 
Neben der medizinischen Betreuung konzentriert sich das Wirken der Stiftung auch auf die psychologische Betreuung von Eltern und Kindern, die Anschaffung von Spielzeug und Büchern während langwieriger Krankenhausaufenthalte sowie die Unterstützung des Schulunterrichts durch materielle Ausstattungen während des Krankenhausaufenthaltes. 
Der Förderverein Hospiz Jena e.V. begleitet schwerkranke Menschen und vor allem auch deren Angehörige auf der letzten Etappe ihres schweren Weges. Das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein unverzichtbarer Bestandteil zur Teilnahme des Sterbenden und der ihm Nahestehenden am Leben im Gemeinwesen und schließt auch in erforderlichem Umfang Trauerbegleitung ein. 
Die Bürgerstiftung Zwischenraum begleitet und unterstützt soziale und kulturelle Einrichtungen, Bildungsträger, Bürgerinitiativen und ähnliche sozial, ökologisch oder kulturell engagierte Gruppen. In der von der Stiftung betriebenen Freiwilligenagentur können sich Bürger in der Betreuung von Alten, Kindern und Bedürftigen ehrenamtlich engagieren. 
Mit Mitteln unserer Kampagne „20 Sommer“ wird die Verwirklichung des Projektes „Schatzheber“ unterstützt. Diese Initiative beabsichtigt, in Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten begabte Kinder aus sozial schwachen Familien entsprechend zu fördern. Denn Perspektiven in der Entwicklung von Kindern dürfen nicht allein von seinem sozialen Umfeld abhängig gemacht werden.
Es gibt mehrere Möglichkeiten des Engagements:
Spenden direkt beim Festival oder per Überweisung. 
Mit der Unterstützung des Hilfswerks des Lions Clubs Jena e.V. wurde unter dem Stichwort „20 Sommer“ ein Spendenkonto eingerichtet:
Commerzbank Jena // Kt. Nr. 262881600 // BLZ 820 400 00
Die Erlöse der Aktion werden nach Ende des Festivals an die 3 Projekte aufgeteilt. Spendenquittungen werden auf Wunsch durch das Hilfswerk des Lions Clubs Jena e.V. ausgestellt.
Aber auch Kleinstbeträge sind wichtig. Deshalb steht für alle Besucher der Kulturarena, die sich spontan und unkompliziert engagieren wollen, eine Spendenbox zur Verfügung, die an allen Konzertabenden am Haupteingang aufgestellt ist.
Die ArenaComedy am 31. Juli wird zum Benefizabend
Von den Roheinnahmen der Eintrittskarten für die ArenaComedy am 31. Juli werden mindestens 20% gespendet. Vor allem jedoch ist es wichtig, möglichst vielen Freunden, Bekannten und Kollegen davon zu erzählen, kurz: Jedem, der von dieser Aktion erfahren sollte - und von der großartigen Arbeit, die von den vorgestellten Projekten geleistet wird.
Machen Sie aus der Jubiläums-Kulturarena eine Benefiz-Arena!
Weitere Informationen: www.kulturarena.de<br />Ansprechpartner: Carsten Müller<br />Tel. 03641 498280<br />Carsten.Mueller@jena.de]]></content:encoded>
			<category>Festival</category>
			<category>Jena</category>
			<category>Festival</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 15:19:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Renaissance in Arnstadt entdecken</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/renaissance-in-arnstadt-entdecken.html</link>
			<description>Jüngst war man noch auf den Spuren Luthers mit einer historischen Bürgersfrau unterwegs und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Arnstadt gilt zwar mit der Liebfrauenkirche als ein Modellstandort der Romanik in Thüringen, aber auch andere Baustile haben reichlich Spuren hinterlassen. So trägt die Renaissance als eine der prägnanten Epochen maßgeblich zum Stadtbild bei. Genau diesem Bau- und Kunststil widmet sich der 90-minütige Rundgang mit Birgit Messerschmidt und richtet den Blick der Teilnehmer auf die architektonischen Schätze dieser Zeit. Vom Marktplatz mit seinem schmuckvollen Rathaus inspiriert führt die Suche nach dem Flair des 16. Jahrhunderts durch die Gassen in die Liebfrauenkirche bis hin zum Gelände des Schlosses Neideck. 
<br />Die Blütezeit der Renaissance umfasst das 15. und 16. Jahrhundert, später wurde diese Epoche durch den Barock abgelöst. In Arnstadt begann der Bau im Renaissancestil mit der Wiedererrichtung der Stadt nach dem Großbrand im Jahr 1581. 
<br />Treffpunkt für die Sonderstadtführung ist direkt vor der Tourist-Information am Markt. Karten sind für 5 Euro pro Person erhältlich (Tel. 0 36 28&nbsp; / 60 20 49; information@arnstadt.de).<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Arnstadt</category>
			<category>Festival</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 17:17:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Werkstattgespräch in der Alten Synagoge</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/werkstattgespraech-in-der-alten-synagoge.html</link>
			<description>Karin Kosicki spricht zu den konservatorischen Bedingungen einer musealen Präsentation des Erfurter...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Rahmen der Werkstattgespräche der Alten Synagoge Erfurt führt am 29. Juni 2011 um 18:30 Uhr Karin Kosicki, Chefrestauratorin der Zentralen Restaurierungswerkstätten der Museen der Stadt Erfurt, durch die Alte Synagoge Erfurt. Sie geht in ihrer Führung auf die konservatorischen Bedingungen einer musealen Präsentation des Erfurter Schatzes und von anderem Kulturgut in dem denkmalgeschützten Gebäude der Alten Synagoge ein. 
Der Erfurter Schatz ist ein fast 30 Kilogramm schwerer Gold- und Silberfund aus dem Mittelalter, der seit 2009 in der Alten Synagoge Erfurt gezeigt wird. Ein jüdischer Händler vergrub während des Pogroms von 1349 sein Hab und Gut. Dieser Schatz wurde 1998 bei Bauarbeiten in der Michaelisstraße gefunden. Er besteht neben 3141 Silbermünzen und 14 Silberbarren aus etwa 700 gotischen Goldschmiedearbeiten. Er ist in Art und Zusammensetzung weltweit einzigartig. Dementsprechend hoch sind konservatorische Anforderungen an seine dauerhafte museale Präsentation. 
Die Alte Synagoge zeigt zudem mittelalterliche hebräische Handschriften der jüdischen Gemeinde als Faksimile, teils jedoch auch im Original. Was bei der Ausstellung dieses hochsensiblen mittelalterlichen Pergaments zu beachten ist, erklärt Karin Kosicki während des Werkstattgesprächs. Im Rahmen der &quot;Werkstattgespräche&quot; werden einmal pro Monat themenspezifische Führungen oder Vorträge durch das Museum angeboten. Hierbeisollen unterschiedliche Aspekte der Ausstellung beleuchtet oder ein Blick hinter die Kulissen eines Museums ermöglicht werden. 
Die Veranstaltung dauert etwa eine Stunde. Die Teilnahme ist kostenlos, der Eintritt ins Museum (5,00 Euro/ ermäßigt 3,00 Euro) wird jedoch erhoben. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt, deswegen empfiehlt sich rechtzeitiges Erscheinen. 
Ein Jahresprogramm der &quot;Werkstattgespräche&quot; findet man auf der Homepage der Alten Synagoge unter &quot;Aktuelles&quot;. Die Werkstattgespräche finden mitfreundlicher Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen- Thüringen statt.
<link http://alte-synagoge.erfurt.de>http://alte-synagoge.erfurt.de</link>
]]></content:encoded>
			<category>Erfurt</category>
			<category>Austellungen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 09:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Auf Luthers Spuren </title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/auf-luthers-spuren-mit-einer-historischen-buergersfrau.html</link>
			<description>Im Rahmen der Sonderstadtführungen gibt es am 25. Juni um 14 Uhr wieder einen neuen thematischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Renate Friedel wird – im Kostüm einer historischen Bürgersfrau – an besonderen Plätzen der Stadt über die Begebenheiten Martin Luthers in Arnstadt berichten und auf so manch interessantes Detail hinweisen. Erstmals hielt sich Luther im Jahr 1506 als junger Mönch im ehemaligen Franziskanerkloster auf – der heutigen Oberkirche. Auf seiner Reise zum Reichstag nach Worms 1521 nahm Luther die Dienste eines Arnstädter Kutschers in Anspruch. Einige Jahre später, nachdem die Reformation Einzug gehalten hatte, weilte er erneut in Arnstadt, diesmal auf der Burg Neideck.
<br />Die Lutherdekade hält bis 2017 verschiedene Themenjahre bereit, die von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands ausgerufen wurden. So steht das Jahr 2012 unter dem Motto „Reformation &amp; die Musik“, in Arnstadt wird man sich mit vielfältigsten Veranstaltungen daran beteiligen. Die Ausschilderung des Lutherweges ist ebenso geplant und wird gemeinsam mit dem dafür verantwortlichen Projektbüro und der Stadtmarketing Arnstadt GmbH koordiniert.
 <br />Karten für die Sonderstadtführung gibt es in der Tourist-Information Arnstadt (5 Euro pro Person): 
Tel. 03628 / 602049
information@arnstadt.de<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Arnstadt</category>
			<category>Meldungen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 10:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tag der offenen Gärten</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/tag-der-offenen-gaerten.html</link>
			<description>Seit 2001 laden in Thüringen jedes Jahr die offenen Gärten zum Besuch ein. Im Mittelpunkt dieser...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Seit 2001 laden in Thüringen jedes Jahr die offenen Gärten zum Besuch ein. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung, die vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, LG Thüringen, sowie der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur organisiert wird, stehen die gärtnerische Vielfalt und die Leidenschaft, mit der die Gärtner am Werk sind. 
An diesem Tag können Hobbygärtner und Profis Erfahrungen austauschen, der Besuch im fremden Garten kommt gleichsam einem aufgeschlagenen lebendigen Lehrbuch gleich. Arbeitet der Gärtner gemeinhin im Stillen, hat er nun ausreichend Gelegenheit, sich mit anderen am Erreichten zu freuen, zu kommunizieren, sich auszutauschen, mit praktischen Ratschlägen weiterzuhelfen oder das Erfahrene als Ernte an andere weiterzugeben. 
In den verschiedenen teilnehmenden Städten gibt es sogenannte Eingangsgärten, die den Besuchern als erste Anlaufstelle dienen. Hier erhalten sie eine Liste aller geöffneten Gärten mit Information und Anfahrtsbeschreibung. In Erfurt öffnen die Gärten am 26. Juni. Die jeweiligen Eingangsgärten sind im Internet zu finden unter:
<link http://www.offene-gaerten-thueringen.de>www.offene-gaerten-thueringen.de</link>
]]></content:encoded>
			<category>Erfurt</category>
			<category>Festival</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 17:13:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein Europäer in Weimar</title>
			<link>http://www.kulturjournal-online.de/themen/detail/article/ein-europaeer-in-weimar.html</link>
			<description>Landesausstellung zu Franz Liszt eröffnet am 24. Juni 2011</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt lädt Weimar vom 24. Juni bis zum 31. Oktober zur Landesausstellung „Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar“ ein. Im Mittelpunkt der Ausstellung, die an zwei Stationen zu sehen ist, steht die europäische Dimension Liszts sowie seiner in Weimar verwirklichten Kunstprojekte. 
Der erste Ausstellungsteil im Schiller-Museum zeigt die biographisch-künstlerische Entwicklung Liszts mit dem Höhepunkt Weimar auf. Dabei wird nicht nur Liszts Wirken und Werk, sondern auch seine Bedeutung für die europäische Musik- und Geistesgeschichte dokumentiert. Das Spektrum der Exponate umfasst neben persönlichen Gebrauchsgegenständen aus seinem Nachlass unter anderem zeitgenössische Gemälde und Graphiken, Kunstgegenstände, Konzertprogramme, Briefe und Autographen seiner Kompositionen. 
Im Schlossmuseum wird unter dem Motto „Kosmos Klavier“ der technischen Entwicklung, der Klangästhetik und dem kulturgeschichtlichen Kontext des Klaviers der Ära Liszt nachgespürt. Dabei geht es gleichermaßen um die Rolle der Klaviermusik im Salon und Konzertsaal des 19. Jahrhunderts, um die Zusammenhänge von Klavierbau und Kompositionstechnik sowie um die Bedeutung des Instruments für das Bildungsideal der Zeit. Die historischen Instrumente sind hier nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören. Eine Besonderheit ist der für die Landesausstellung nachgebaute Liszt-Flügel der Marseiller Klavierbauer Boisselot &amp; Fils, den Liszt nicht nur für Kompositionen nutzte, sondern den er auch auf seiner letzten großen Konzerttournee verwendete. 
Ein ganz besonderes Klangerlebnis bietet ein begehbarer Flügel im Schlosshof. In dem überdimensionalen, senkrecht stehenden Konzertflügel hören und spüren die Besucher die unterschiedlichen Schwingungen, die entstehen, wenn die verschiedenen Saiten des Instruments von außen angeschlagen werden. Der Klangraum kann jederzeit betreten werden. Dieses ästhetische Erlebnis sensibilisiert die Sinne und öffnet die Ohren für die verschiedenen Klangeindrücke der Ausstellung. An den Wochenenden finden im begehbaren Flügel Musikaktionen statt, die Installation wird professionell angeleitet und weitere Klangexperimente und Instrumente werden vorgestellt.

Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar<br />Schiller-Museum und Schlossmuseum Weimar<br />24. Juni bis 31. Oktober 2011,<br />Di – So 10.00 - 18.00 Uhr
<br />Ausstellungseröffnung:<br />24. Juni, 17.00 Uhr im Schlosshof
<br />Führung mit Musik im Schlossmuseum<br />Fr und Sa 15.00 Uhr, So 13.00 Uhr<br />Führung im Schiller-Museum<br />Di 16.00 Uhr, Do 15.00 Uhr und So 11.00 Uhr<br />Kinder- und Familien-Aktionen im Schlosshof<br />Fr 14.00 – 18.00 Uhr, Sa 10.00 –<br />18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr
www.klassik-stiftung.de]]></content:encoded>
			<category>Austellungen</category>
			<category>Weimar</category>
			<category>Austellungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 16:44:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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